Vereine sollen mithelfen

Sportplatzpflege: Gescheidle kontert Kritik

Verwundert reagiert Leichtathletiktrainer David Gescheidle auf das Angebot des Vereinsrings, sich bei der Sportlerehrung einzubringen. Das sei ebenso nicht nötig wie neuerlicher Druck auf die Sportparksanierung, findet er.

Der Vereinsring sieht Möglichkeiten, sich noch mehr zu engagieren. Bei einem Treffen wurden entsprechende Wünsche für die Sportlerehrung artikuliert. Das derzeitige System funktioniere auch ohne Vereinsring gut, argumentiert Trainer David Gescheidle voms SKV Nauheim. Die Vereinsvorstände würden von der Gemeinde angeschrieben, berichtet er. Die Klubs organisierten sich dann selbst. Der Vereinsring könne diese Aufgabe nicht übernehmen, es wäre auch nicht sinnvoll, findet er.

Auch über die Sportparksanierung äußert sich Gescheidle differenziert, nachdem der Vereinsring einen mangelnden Tatendrang der Gemeinde kritisiert hatte. Es sei klar, dass die Klubs, die den Sportpark nutzen, an der Pflege der Kunstrasenplätze beteiligt würden.

„Man kann der Gemeinde einiges vorwerfen, aber nicht, dass sie die Vereine bezüglich des Kunstrasens nicht informiert hätte. Die Vereine sind mit der Gemeinde konstruktiv im Gespräch“, stellt Gescheidle fest. Da aber nicht der Vereinsring, sondern die sportparknutzenden Vereine für die Pflege aufkommen werden, seien die jeweiligen Vereinsvorstände primärer Ansprechpartner des Rathauses.

Die Leichtathleten warteten nun auf einen für Frühjahr 2019 zugesagten Vorschlag zur Sanierung der Leichtathletikanlagen. „Wenn die 400-Meter-Bahn kommt, werden wir die Pflege übernehmen“, sagt er zu. Lediglich bei der alle vier bis zehn Jahre nötigen Tiefenreinigung sei die Gemeinde gefordert. Allerdings könne der Sportpark von den Klubs nur in Schuss gehalten werden, wenn die Anlage mit einem Zaun abgesperrt und für den Übungsbetrieb mit Schlüssel zu öffnen sei. Gescheidle erwartet einen mit den Leichtathleten vergleichbaren Pflegedienst von Nutzern der Kunstrasenplätze. „Das ist eine zumutbare Eigenleistung, die von den Nutzern abverlangt werden kann“, sagt er. Dazu gehöre auch das Entfernen von Tannennadeln. Die Pflege sei bereits Konsens, der sich aus jüngsten Sitzungsrunden zum Thema Sportpark ergeben habe.

Vereine wie FC Italia (Fußball) und Wild-Boys (Football) könnten abhängig von ihrer weitaus geringeren Mitgliederzahl kleinere Einsätze leisten. „Aber zu einem Großteil wird der Sportverein 07 gefragt sein“, verweist Gescheidle auf den Fußballverein mit weit mehr als 500 Mitgliedern.

Leichtathletiktrainer David Gescheidle bringt bei der Diskussion um den Sportpark eine neue Variante ins Spiel: Vielleicht bestehe die Möglichkeit eines gemeinsamen Sportparks von Nauheim und Trebur.

Er könne von einem gemeinsamen Bauhof beider Orte und den nutzenden Vereinen gepflegt werden. Bis 2030 sei auch in Trebur die Leichtathletikbahn in die Jahre gekommen, eine Erneuerung sei dann womöglich nötig. rabe

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare