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Bei der jungen Übungsleiterin Florina Schade fühlen sich die Turnküken Vivien, Lisa, Svenja und Lotti sichtlich wohl.

Turnverein 1888/94

Vereinsarbeit wird von einer Generation an die nächste übertragen

Mehr als ein Dutzend Mädchen flitzen ungestüm durch die Jahnhalle. Sind sie zu übermütig, muss Übungsleiterin Stefanie Schade nicht einschreiten. Ihre Tochter ist ja auch noch da.

Beim Turnverein 1888/94 gelingt die Nachwuchsarbeit auf zwei Ebenen. Der Verein füllt seine Turn-, Tanz- und Sportgruppen immer wieder mit jungen Mitgliedern auf. Gleichzeitig wachsen Jugendliche von klein auf in die Verantwortung rein. Die 14-jährige Florina Schade ist ein Beispiel für großes Engagement in jungen Jahren. Sie wandelt auf den Spuren ihrer Mutter Stefanie, die als Übungsleiterin beim TV nicht mehr wegzudenken ist. Vor 16 Jahren hat Stefanie Schade beim TV als Trainerin begonnen. Zuvor bereits engagierte sie sich in Bischofsheim als Übungsleiterin in der Leichtathletik. Damals war ich genauso alt wie meine Tochter heute“, erinnert sie sich.

Florina hat zu den TV-Tanzkindern um sie herum ein herzliches Verhältnis. Die Sprösslinge spüren, dass sich da jemand um sie kümmert, der gar nicht viel älter ist. Nach dem anfänglichen Austoben in der Jahnhalle rücken die Mädchen eng an Florina ran. Lisa setzt sich auf ihren Schoß. „Ja, das stimmt“, sagt die junge Betreuerin auf die Frage, ob sie so etwas wie eine große Schwester für die Kleinen sei. Die Zusammenarbeit mit ihrer Mutter klappt offenbar prima. Wenn Tanzstücke einstudiert werden, macht Florina den Kindern die Choreografien vor. Wenn mal ein Mädchen ausrutscht und sich ein bisschen weh tut, spendet sie Trost. Und wenn Matten ausgelegt werden, packt sie mit an. „Ich geh auch mal mit aufs Klo“, lacht sie.

Die Kinder, die sie in der Tanzgruppe betreut und anlernt, sind drei bis fünf Jahre jung. Kommen sie direkt aus dem Kindergarten in die Jahnhalle, „sind die manchmal ziemlich aufgedreht“, erzählt Florina. Bei schlechtem Wetter seien die Mädchen dann eher müde. Dann sei sie gefragt. „Ich muss sie motivieren“, sagt sie.

Florina bringt, obwohl sie selbst noch jung ist, reichlich Erfahrung mit. Von klein auf hat sie alles erlebt, was nötig ist, um Übungsleiterin zu sein. Ihre Mutter sagt, dass ihre Tochter seit dem dritten Lebensjahr mit ihr zum Turnen oder Tanzen gegangen sei. Florina bestätigt das: „Ich habe mir alles von meiner Mutter abgeschaut.“ Für die Zukunft bei den TV-Tanzgruppen scheint also doppelt gesorgt.

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