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Sie wollen den Footballverein Wild Boys zu neuer Popularität führen: der neue Vereinsvorsitzende Dennis Richter (rechts) und sein Stellvertreter Marc Borgner.

Football in Nauheim

Neuer Vorstand: Bei den "Wild Boys" stehen zwei starke Männer an der Spitze

Der Footballverein Wild Boys steht vor einer hoffnungsvollen Saison. Die rauen Kerle versprechen attraktiven Sport und bei den Heimspielen tolle Shows – auch abseits des Rasens.

Nauheim - Mit neuem Vorstand und viel Elan starten die Wild Boys in die neue Saison. Vorsitzender Dennis Richter und sein Stellvertreter Marc Borgner wollen das Vereinsleben kräftig ankurbeln. Am Samstag, 16. Februar, werben die Footballer mit einem sogenannten Tryout Nachwuchs an.

Um den 1991 gegründeten Verein war es in der Vergangenheit ruhiger geworden. Der aktive Spielbetrieb der ersten Mannschaft musste vor einigen Jahren eingestellt werden, weil die Mannschaft zu viele Athleten verloren hatte, vor allem aus beruflichen und familiären Gründen. Vor zwei Jahren, nach der Neuformation, gelang auf Anhieb der Aufstieg in die Landesliga Mitte, voriges Jahr glückte der Klassenerhalt.

Aus den eigenen Reihen

„Da wollen wir anknüpfen, und wir haben uns noch einiges mehr vorgenommen“, sagt der neue Vereinschef, der mit seinem Stellvertreter die Nachfolge von Dominique Paninka und dessen Vorgänger Jürgen Ackermann angetreten hat. Paninka und Ackermann stehen dem „Neuen“ mit Rat und Tat zur Seite. Und Ackermann, der die Wild Boys viele Jahre führte, macht als Kassierer im Vorstand weiter.

Zurzeit stehen der Mannschaft 26 Spieler zur Verfügung. „Es können gerne mehr sein“, sagt Richter. In einer Saison falle immer mal jemand aus. Letztlich sei Football eine Kontaktsportart, Verletzungen können nie ausgeschlossen werden. Gerade deshalb sei es wichtig, von unten neue Spieler heranzuziehen. Für eine langfristige Perspektive veranstaltet der Verein am Samstag, 16. Februar, ein sogenanntes Tryout, bei dem Neulinge und Jugendspieler rekrutiert werden. So solle es gelingen, die Mannschaft in den nächsten Jahren aus den eigenen Reihen zu verstärken. Beginn ist um 13 Uhr in der Georg-Schad-Halle.

Gro

ße Shows geplant

Bei ihren Heimspielen wollen die Wild Boys im Sportpark wieder ordentlich „Remmidemmi“ machen, so wie früher, als Mannschaften aus ganz Hessen zu Gast waren und sich einige hundert Zuschauer einfanden. „Wir wollen für eine schöne Show sorgen, also nicht nur für Football, Essen und Trinken“, sagt Borgner.

Auch ein Kinderprogramm gebe es. Ebenso Fanartikel wie Mützen und T-Shirts. Cheerleader sollen ebenfalls auftreten. Der zweite Vorsitzende äußert sich erfreut, dass sich fünf Mädchen gefunden hätten, die mit ihrem Tanz und Choreographien am Spielfeldrand für Aufsehen sorgen wollen. Beim Tryout seien deshalb nicht nur sportbegeisterte Jungs ab 14 Jahren willkommen, sondern ebenso Mädchen, die als Cheerleader mitmachen möchten.

In der neuen Saison, deren Spielplan noch nicht festgelegt wurde, treten die Wild Boys gegen Mannschaften aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an. Die Gegner kommen aus dem Moseltal, Pirmasens, Hanau, Fulda und der Wetterau. Also sind einige Reisen zu den Auswärtsspielen nötig, aber das nehme das Team gerne in Kauf. Richter und Borgner schätzen, dass die Saison im April starte. Bislang habe der Verband noch keine Termine veröffentlicht.

Der Vorsitzende und sein Stellvertreter sind zuversichtlich, dass die Wild Boys erneut populär werden. „In den vergangenen drei Wochen haben wir sechs neue Spieler bekommen“, freut sich Borgner über den jüngsten Zulauf. „Football in Nauheim ist wieder richtig cool“, lautet die Devise für Spieler und Fans.

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