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Vielen Autofahrern ein Gräuel: Baustellen sorgen auf den Straßen regelmäßig für Behinderungen.

Staus

Hessen Mobil legt die Pläne für die kommenden Monate vor: 27 neue Baustellen vorgesehen

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Die Autofahrer im Kreis müssen sich in den nächsten Wochen und Monaten auf weitere Baustellen einstellen. Betroffen sind besonders die Autobahnen.

Die schlechte Nachricht zuerst: In diesem und den folgenden Jahren wird es besonders auf den hoch belasteten Autobahnkreuzen im Kreis Groß-Gerau zu Stauungen kommen. Vor allem rund Rüsselsheim. Eine bittere Pille gibt es für Mörfelden-Walldorf: Die Umgehung von Mörfelden ist nach zehn Jahren politischen Nichtstuns nicht mehr in den Planungen bis 2031. Die Bürger müssen weiter mit Lärm und Abgasen leben.

Hessen Mobil, für Planung sowie Ausbau aller Straßen und Wege in ganz Südhessen zuständig, gab gestern die Vorhaben für den Kreis Groß-Gerau ebenso wie für Darmstadt-Dieburg bekannt. Nach Angaben des Regionalen Bevollmächtigten für Südhessen bei Hessen Mobil, Andreas Moritz, sind im Kreis 27 Bauprojekte direkt in der Planung, werden noch in diesem Jahr angefangen oder wurden bereits begonnen. Insgesamt werden für diese Projekte rund 15 Millionen Euro in die öffentlichen Hände genommen. „Aber das wird wohl teurer werden“, befürchtet Moritz, „denn die Baupreise explodieren momentan.“

Fahrspuren verengt

Zu den besonders dringlichen Maßnahmen rechnet Hessen Mobil die Notunterstützung der Autobahnbrücke der A 3/A 67 am Mönchhofdreieck. Hier sollen die Verbindungsrampen erneuert werden. Im Oktober wird, wenn alles nach Plan läuft, mit den Bauarbeiten begonnen. Am Ende der Arbeiten im März 2020 will man die Verengung sämtlicher Fahrspuren wieder aufheben. Bis dahin werden sechs Fahrspuren, drei in jeder Richtung, über eine Hälfte der Autobahn geführt.

Ab Dezember wird es zu weiteren Baustellen am Rüsselsheimer Dreieck kommen. Hier werden die Verbindungsrampen in den Fahrtrichtungen Darmstadt-Mainz und Mainz-Frankfurt einer Notinstandsetzung unterzogen. Danach sind weitere Bauarbeiten in diesem Bereich geplant. Es wird damit gerechnet, dass die Arbeiten im Dezember beginnen und Ende 2020 erledigt sind. Dann aber wird mit dem kompletten Neubau der Rampen begonnen. Das sehen jedenfalls die Pläne von Hessen Mobil vor.

Brücke über die A 67

Während der Bauzeit an diesem neuralgischen Punkt der Autobahnen im Kreis wird es auf rund einem Kilometer zu Fahrbahnverengungen kommen. Man hoffe, so der zuständige Experte vom Baudezernat Südhessen, Arno Krämer, es werde hier nicht zu größeren Behinderungen und Staus kommen.

Besonderes Kopfzerbrechen hat den Straßenbauern die Überführung der B 486 über die A 67 bei der Anschlussstelle Rüsselsheim-Ost gemacht: Die Arbeiten sind seit März vergangenen Jahres in vollem Gange. Wegen der Ampelregelung auf der Bundesstraße kommt es in den Spitzenzeiten zu langen Staus. Im Mai will Hessen Mobil mit den Arbeiten fertig sein.

Zahlreiche weitere Straßenbaumaßnahmen beziehen sich auf Wirtschafts- und Radwege im gesamten Kreis. Besonders die Radwege sollen entweder neu gebaut oder verbessert werden. Das sei politisch so gewollt und werde von Hessen Mobil umgesetzt, sagt Andreas Moritz.

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