Die Anne-Frank-Schule ist auf das Testen vorbereitet, zeigt Abdullah Zeybek. FOTO: Rüdiger Koslowski
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Die Anne-Frank-Schule ist auf das Testen vorbereitet, zeigt Abdullah Zeybek.

Bildung

Anne-Frank-Schule ist auf das neue Schuljahr vorbereitet

86 Mädchen und Jungen kommen in die fünfte Klasse - Leitungsfrage noch ungeklärt

"Wir wissen nichts über die Schulleitung. Wir wären froh, wenn wir wieder zu viert wären", meint Abdullah Zeybek, der stellvertretende Leiter der Raunheimer Anne-Frank-Schule. Zum Schuljahresende ging Schulleiterin Petra Boulannouar in den Ruhestand. Die Nachfolge ist noch offen. Auch das Staatliche Schulamt und das Kultusministerium gaben auf Nachfrage dieser Zeitung keine Auskunft.

Das gleiche gilt übrigens auch für die Nachfolgeregelung an der Pestalozzischule. Die kommissarische Schulleiterin Barbara Kessler wird die Stelle nach Informationen dieser Zeitung offiziell nicht übernehmen. Somit ist nur die Schulleitung der neuen Grundschule mit Katrin Saner in trockenen Tüchern.

Zeybek informiert über das neue Schuljahr an der Anne-Frank-Schule. Am Montag, 30. August, werden 86 Mädchen und Jungen in die fünfte Jahrgangsstufe eingeführt. Sie werden vier Klassen bilden. In den vergangenen Schulzeiten hätten nur vor zwei Jahren aufgrund der erhöhten Anzahl der Schüler einmal fünf Klassen gebildet werden müssen, erinnert sich Zeybek.

Die Klassen werden separat im Rhythmus von 45 Minuten eingeschult. Den Anfang macht die Klasse 5.4, den Abschluss bildet die Klasse 5.1. Die Schüler dürfen jeweils von zwei Personen begleitet werden. Die Schüler müssen einen negativen Test mitbringen, die Begleitpersonen ebenfalls, sofern sie nicht geimpft sind.

Ein Nachmittag zum Kennenlernen

Stufenleiterin Bärbel Hirte plant übrigens wieder einen Kennenlernnachmittag. Der an der Integrierten Gesamtschule traditionelle Nachmittag, an dem Schüler, Eltern, Lehrer und Schulsozialarbeiter zusammenkommen, musste im vergangenen Schuljahr wegen der Pandemie ausfallen. Als Termin ist der 15. September vorgesehen.

Insgesamt werden an der Anne-Frank-Schule rund 600 Schüler unterrichtet, so Zeybek. In dieser Zahl enthalten sind auch zwei Intensivklassen. Aus Gymnasien, von weiteren Schulen und wegen Zuzugs werden zwölf Schüler erwartet. Dies sei im Vergleich zu vorherigen Schuljahren eine geringere Zahl.

Zeybek vermutet eine Corona-Regelung als Grund. Demnach müssten Schüler wegen schlechter Leistungen nicht das Schuljahr wiederholen. Während betroffene Schüler häufig die Schule wechseln, würden sie es vielleicht nun noch einmal an der bisherigen Schule versuchen.

"Das Schuljahr ist gut organisiert, alle Fächer sind abgedeckt", sagt der stellvertretende Schulleiter. Insgesamt sind an der Anne-Frank-Schule rund 80 Lehrkräfte, inklusive der Schulsozialarbeit, eingebunden. Darunter befinden sich auch noch nicht fertig ausgebildete Lehrer und Vertretungskräfte.

Wegen des Umbaus der Mensa wird ein Drittel der beiden Sporthallen umfunktioniert. Hierfür sei ein neuer Boden verlegt und eine Umkleidekabine gesperrt worden, so Zeybek. Das Mittagessen werde fertig angeliefert.

Maskenpflicht und Tests

Es sei eine Herausforderung gewesen, den Sportunterricht der drei neuen Klassen der neuen Grundschule sowie die eigenen Klassen auf die übrigen fünf Drittel in den beiden Hallen zu verteilen.

Corona wird nach wie vor den Schulalltag begleiten. Zunächst besteht in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien Maskenpflicht. Zudem müssen sich Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind, nun nicht mehr nur zwei Mal, sondern drei Mal in der Woche testen. Deshalb hat Zeybek mehr Schnelltests bestellt. "Ich will, dass reibungslos getestet wird", betont er.

Er meint, dass sich die Schüler an das Tragen der Masken gewöhnt hätten, es werde auch nicht mehr darüber diskutiert. Es sei zwar nicht schön, im Unterricht Masken zu tragen. Aber es gebe wegen der steigenden Inzidenzen auch wieder Ängste. Er rechne deshalb mit einer Verlängerung der Maskenpflicht in der Schule.

Der stellvertretende Schulleiter äußert sich außerdem skeptisch über die Quarantäneregeln für Kinder, die mit ihren Eltern den Urlaub in Hochrisikogebieten oder einem Virusvariantengebiet verbracht haben. Die Schule habe von dem Urlaubsort mitunter keine Kenntnis. Wer überprüfe, ob die Kinder zu Hause bleiben, fragt Zeybek. Wenn die Schule von den Urlaubsorten wisse, sei es wichtig, mit den Eltern über die Einhaltung der Quarantäne zu sprechen. Rüdiger Koslowski

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