Die Gerätewarte Nadia Maiss und Jürgen Duck verpacken die letzten Kleidungsstücke.
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Die Gerätewarte Nadia Maiss und Jürgen Duck verpacken die letzten Kleidungsstücke.

Einsatzkräfte

Die Feuerwehr packt schon mal die Umzugskartons

Die Vorfreude auf die neue Wache ist groß. Offen ist allerdings immer noch, wann das neue Domizil endlich bezogen werden kann.

Kürzlich wurde in der Stadtverordnetenversammlung angeregt, dass sich die Fraktionen doch mal wieder anschauen, wie es um den Bau der neuen Feuerwache steht. In diesen Tagen dürfe das zumindest erstmal die Einsatzabteilung machen, kündigt Stadtbrandinspektor Jan Christopher Gräf in einem Gespräch mit dieser Zeitung an.

Wegen der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Bestimmungen sei darauf in den vergangenen Wochen verzichtet worden. In Gruppen bis zu maximal zehn Leuten und einem negativen Schnelltest sollen sich die Einsatzkräfte aber nun endlich mal wieder ein Bild von ihrer neuen Feuerwache machen dürfen.

"Die Vorfreude steigt nämlich", weiß der Feuerwehrchef. Die beiden Gerätewarte Nadia Maiss und Jürgen Duck bestätigen dieses Stimmungsbild. Sie sind maßgeblich am Umzug beteiligt und packen fleißig Kartons. "So einen Neubau hat man ja nicht alle Tage", sagt Duck.

Der Umzug müsse parallel zum normalen Tagesablauf bewältigt werden, berichtet Maiss. Es wird geprüft, welche Dinge noch benötigt werden und welche ausgemustert werden können. Zuletzt packten sie unzählige Kartons mit T-Shirts, Hemden, Hosen und Schuhen ein.

Tatsächlich ist der Termin für den Umzug noch offen. Maßgeblich dafür ist, dass das Telefonnetz und das Internet noch nicht angeschlossen seien, sagt Gräf. Das Netzwerk im Gebäude sei zwar vorhanden. Aber der Anschluss nach draußen zur Hauptleitung liege noch nicht. "Ich will erst umziehen, wenn das Gebäude eine Telefonverbindung hat, die einwandfrei funktioniert", sagt er.

Es wurde bisher immer kommuniziert, dass ein ein- bis zweimonatiger Probelauf der Inbetriebnahme vorausgehen soll. Einige Betriebsteile würden indessen bereits laufen, informiert der Stadtbrandinspektor.

Das Mobiliar fehlt noch

Die Schlauchwerkstatt und einige Schläuche seien beispielsweise bereits auf die neue Feuerwache gebracht worden. Auf der alten Wache sei noch eine ausreichend große Reserve an Schläuchen für die Einsätze vorhanden. Bei der Funkzentrale sei der Technikraum zwar bereits eingerichtet, das Mobiliar fehle jedoch noch. Die Spinde für die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen seien ebenfalls noch nicht geliefert worden.

Einzelne kleine Posten seien noch nicht abgeschlossen und würden gemeinsam dafür sorgen, dass die Feuerwehr noch nicht umzugsfertig sei. Fehlende Einrichtungsgegenstände würden sicherlich auch mit Lieferschwierigkeiten wegen der Corona-Pandemie zusammenhängen.

Wann die Feuerwehr umziehe, werde final mit der Stadtverwaltung entschieden. "Die Feuerwehr will ein voll funktionsfähiges Gebäude übernehmen", betont Gräf. Inzwischen werde eben alles zusammengepackt, was aktuell nicht dringend benötigt werde, also was keinen direkten Bezug zu möglichen Einsätzen habe, aber auf der neuen Feuerwache wieder Verwendung finden werde.

Die Kleiderkammer ist fast leergeräumt. Das sei durchaus ein zeitaufwendiges Unterfangen gewesen, sagt Gräf. Die Kleidung lag zwar zum größten Teil zusammengelegt in den Regalen, aber musste eben in Kartons verstaut werden. Auch das Archiv der Feuerwehr sei bereits verpackt. Das Büro stehe indessen noch zur Verfügung.

Einsatzfähigkeit erhalten

Die Atemschutzwerkstatt und die mechanische Werkstatt werde noch benötigt, sagt Gräf. Hier sind die Geräte noch nicht eingepackt. Es sei aber kein Problem, mit den beiden Werkstätten sofort umzuziehen, wenn es so weit ist.

Es werde einen großen Stichtag geben. Wichtig sei, dass die Einsatzfähigkeit voll vorhanden bleibe. "Erst wenn die Fahrzeuge in der neuen Feuerwache abgestellt werden und alle Abläufe im neuen Gerätehaus funktionieren, sind wir umgezogen", sagt Gräf. Aber er macht auch deutlich, dass die Feuerwehr dann nicht gleich den Schlüssel der alten Feuerwache abgeben werde. Denn die müsse nach und nach vollständige aufgelöst werden. Wie der Umzug selbst, werde auch das etwas dauern. Rüdiger Koslowski

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