Die Umkleidekabinen sind bereits fertig eingerichtet. FOTO: Rüdiger Koslowski
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Die Umkleidekabinen sind bereits fertig eingerichtet.

Rettungskräfte

Endlich kommt die neue Funkzentrale

Bis zum Bezug der Feuerwache im September muss nur noch die Funkzentrale eingerichtet und ein Wasserschaden behoben werden

Es ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Eigentlich sollte der sogenannte Stresstest, die Testphase der neuen Feuerwache, Anfang Mai beginnen. Aber die Funkzentrale machte der Stadt und der Freiwilligen Feuerwehr einen Strich durch die Rechnung.

Jetzt soll das Herz der neuen Feuerwache bis zum Wochenende eingebaut werden können, so Jan Laubscheer, der Leiter des Fachbereichs Bauen, Planen, Liegenschaften. In den ersten 14 Tagen im September könne dann die Funktionalität der Wache und der technischen Geräte getestet werden. Den Zeitraum für den Umzug gibt der Verwaltungsmitarbeiter für die letzten beiden Wochen im September an.

Das Problem waren Lieferschwierigkeiten für die Funkzentrale. Dabei ging es nicht um die technischen Geräte, sondern vielmehr um die Tische, auf die sie gestellt und eingebaut werden. Laubscheer stimmt dem Stadtbrandinspektor Jan Christopher Gräf zu. Der Feuerwehrchef hatte immer gesagt, ohne die Funkleitzentrale brauche die Wache nicht getestet werden. Denn sie sei das zentrale Element der neuen Feuerwache. Ohne diesen wichtigen Baustein könne die Wehr auch noch an der alten Wache bleiben. "Es gibt aber auch keinen Zeitdruck", betont Laubscheer.

Wasserschaden im Erdgeschoss

Die beauftragte Firma haben zwar angeboten, ein Provisorium einzurichten. Das habe die Stadt aber abgelehnt, weil dann auch wieder alles hätte abgebaut werden müssen. Inzwischen ist Laubscheer sogar fast erleichtert, dass die Feuerwehr ihren Dienst in der neuen Wache noch nicht aufgenommen hat. Denn im Erdgeschoss sei ein Wasserschaden entdeckt worden. "Wenn die Wache schon in Betrieb wäre, wäre das ein Riesenproblem", sagt Laubscheer. Denn dann müssten im Einsatzfall der Arbeitsschutz für die Feuerwehrleute sichergestellt werden. Im Flur und in einigen Räumen liegen nämlich Schläuche auf dem Boden. Es hatten Kernbohrungen durchgeführt werden müssen, um über die Schläuche heiße Luft zwischen Estrich und Dämmung zu führen.

Der Grund für den Wasserschaden seien mit Schuttmaterialien verstopfte Regenwassergrundleitungen gewesen, die unter der Bodenplatte verlaufen. Diese seien inzwischen gespült worden. Der Wasserschaden sei bei einer Begehung entdeckt worden. An den Wänden seien Feuchtigkeitsflecken aufgetreten. Als ein Fallrohr geöffnet worden sei, sei Wasser ausgetreten.

Abgesehen von der fehlenden Funkleitzentrale und dem Wasserschaden sieht es auf der Feuerwache so aus, als könnten demnächst die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ihre neue Wirkungsstätte beziehen. Die Räume sind bereits möbliert, auch wenn beispielsweise Tische und Stühle noch nicht an ihrem vorgesehenen Platz stehen.

Gemeinsame Eröffnungsfeier

Laubscheer zeigt die Umkleidekabinen für die Frauen und Männer, die Werkstatt, die Waschanlage für die Fahrzeuge, die Reinigung für die Atemschutzgeräte, die Waschanlage für die Schläuche, das Materiallager mit seinen hohen Regalen, die Büros für den Stadtbrandinspektor, den Stellvertreter, die Gerätewarte, aber auch die Räume für die Jugendwehr und die Bambinis.

Die Küche werde der Feuerwehrverein auf eigene Kosten einrichten. Das soll in den kommenden vier Wochen geschehn. Für die Küche, die größer ausfällt als üblicherweise, seien Edelstahlelemente geplant. Insgesamt sei die neue Feuerwache doppelt so groß wie die bisherige Wache, sagt Laubscheer. Dies sei wohl das größte Feuerwehrgerätehaus für eine Freiwillige Feuerwehr, das man bauen könne. Und die Wache sei ohne weiteres von einer Berufsfeuerwehr - zumindest von einer Teilberufsfeuerwehr - nutzbar, informiert Laubscheer.

Was dem Anspruch der Wehr auch gerecht werde. Denn schon mit Beginn der Planung 2015 sei der Umfang des Einsatzgebietes der Raunheimer Wehr deutlich geworden: Neben dem eigentliche Stadtgebiet sind das die Bahnstrecke, die Abschnitte der Autobahnen 67 und 5, die Wasserstraße Main sowie das Gewerbegebiet Mönchhof.

Eine Eröffnungsfeier sei vorgesehen, kündigt Laubscheer an. Die werde gemeinsam mit der Feuerwehr, dem Feuerwehrverein, dem DRK, das in dem Gebäude seinen Stützpunkt beziehen wird, und der Stadt geplant.

Rüdiger Koslowski

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