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Die Entwicklung des Mönchhofgeländes steht kurz vor dem Abschluss. Foto: Rüdiger koslowski

Gewerbe

Entwicklung des Gewerbegebiets Mönchhof so gut wie abgeschlossen

Das Areal an der Bundesstraße 43 ist fast vollständig bebaut und die letzten freien Flächen sind inzwischen komplett vermarktet.

Raunheim -Vielleicht waren es die schlechten Nachrichten um die weiteren Corona-Einschränkungen, die Bürgermeister Thomas Jühe (SPD) und seinen Amts- und Parteikollegen aus Kelsterbach, Manfred Ockel, dazu anhielten, einen ausschweifenden Rückblick auf die Entwicklung des Gewerbegebietes Mönchhof zu werfen. Bei der Sitzung des Zweckverbandes verbreiteten jedenfalls positive Stimmung.

Vielleicht war es aber auch einfach nur die Freude darüber, dass die Versammlung am Ende doch noch beschlussfähig war. Denn dies war zunächst nicht der Fall. Jühe und Ockel spielten sogar mit dem Gedanken, die Sitzung abzublasen. Sie startete dann doch mit einiger Verspätung und mit der nötigen Mitgliederzahl.

Grund für den Optimismus war vielleicht auch die Nachricht über die Annäherung an die 100-prozentige Entwicklung. "Die Entwicklung ist im Sauseschritt erfolgt", stellte Jühe zufrieden fest. Auf Raunheimer Gemarkung sei die letzte Fläche verkauft worden. Auf 4,2 Hektar werde ein Gebäude für Logistik und kleinere Handwerksbetriebe entstehen. Ockel berichtete unterdessen, dass auf dem Kelsterbacher Gebiet auf 8000 Quadratmetern eine Messehalle geplant sei. Auf weiteren 1,5 Hektar seien unter anderem ein Hotel, Bürogebäude und ein Parkhaus vorgesehen. Bis auf eine kleinere Fläche, die in einer Wasserschutzzone liege und blockiert sei, ist damit auch auf Kelsterbacher Gemarkung das Gewerbegebiet vermarktet.

Als Bürostandort geplant

Jühe erinnerte daran, dass nach dem ursprünglichen Bebauungsplan auf dem Gewerbegebiet ein Bürostandort vorgesehen gewesen sei. Dann habe der Flughafenbetreiber Fraport 2004 das Gelände erworben und einen anderen Weg gehen wollen. Fraport habe seinen Schwerpunkt auf die Logistikbranche gesetzt. Die Kommunen seien dann mit Fraport in die Entwicklung der Fläche gegangen.

Die Erschließung des Gewerbegebietes startete 2007. Das ehemalige Raffinerie-Areal sei zügig entwickelt worden, so Jühe. In der Region habe eine Diskussion um die Entwicklung von Gewerbeflächen geherrscht. Jühe machte deutlich, dass das Gewerbegebiet nicht auf einer grünen Wiese, sondern auf einer bereits bebauten Fläche entstanden sei. "Wir haben alles richtig gemacht", betonte er. Das Gewerbegebiet stärke die gewerbliche Struktur, bringe Arbeitsplätze und habe Potenzial für die Gewerbesteuereinnahmen.

Fraport sei ein fairer Partner gewesen. Es seien keine Entscheidungen über die Köpfe der Kommunen hinweg getroffen worden. Fraport habe die an den Flächen interessierten Unternehmen den Städten vorgestellt. Auf Einsprüche habe sich der Flughafenbetreiber eingelassen.

Ockel ergänzte das Detail, dass auf dem Mönchhofgelände Unternehmen angesiedelt hätten, die innerhalb der Stadtgebiete nicht mehr hätten expandieren können. Er wies zudem darauf hin, dass nach wie vor der S-Bahnanschluss im Blick sei. Die Infrastruktur werde weiter entwickelt. Dazu gehöre auch der Bau der geplanten Spindel als barrierefreier Auf- und Abgang für die Eddersheimer Schleuse. Zudem schaute er auf die Gestaltung des Naturraums, der auf dem Mönchhofgelände entstanden sei. Es seien Bäume gepflanzt und Brutzonen für Vögel geschaffen worden.

Abwassergebühren steigen

Jürgen Zeller, Stadtverordneter der SPD in Kelsterbach, schlug eine Besichtigung nach der Kommunalwahl für den dann neu zusammengestellten Zweckverband vor.

Die Verbandsversammlung beschloss einstimmig den Wirtschaftsplan für das Jahr 2021. Er schließt im Erfolgsplan bei einem Ertrag von 803 170 Euro mit einem Plus von 1600 Euro und im Vermögensplan mit einem Volumen von 229 930 Euro ab. Ebenfalls einstimmig fielen die Beschlüsse über den Jahresabschluss 2019 und die Änderung der Wasserversorgungsgebührensatzung und der Entwässerungsgebührensatzung aus. Um die Gebühren kostendeckend zu gestalten, werden sie im Durchschnitt für die Jahre 2021 bis 2023 auf 0,59 Euro pro Kubikmeter für das Schmutzwasser und auf 0,33 Euro pro Quadratmeter versiegelte Fläche für das Niederschlagswasser festgesetzt.

Rüdiger Koslowski

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