Der Mainuferweg zwischen Rüsselsheim und der Ölhafenbrücke wird asphaltiert, berichtet Fachdienstleiter Jochen Brune. FOTO: Rüdiger KOslowski
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Der Mainuferweg zwischen Rüsselsheim und der Ölhafenbrücke wird asphaltiert, berichtet Fachdienstleiter Jochen Brune.

Straßen

Es kommt Asphalt auf den Mainuferweg

Der Abschnitt zwischen Rüsselsheim und der Ölhafenbrücke wird ordentlich befestigt

Wer gerne und häufig mit dem Fahrrad fährt, weiß feste Radwege zu schätzen. Auf einem asphaltierten Weg rollt es sich eben angenehmer als auf einem Schotterweg. Auf dem Mainuferweg können die Radfahrer auf der Rüsselsheimer Gemarkung angenehm radeln, auf der Raunheimer Gemarkung erst ab der Ölhafenbrücke. Dort sind die Abschnitte asphaltiert.

Aber auch der Raunheimer Streckenabschnitt soll nun ordentlich befestigt werden, so Jochen Brune. Der Fachdienstleiter für Infrastruktur kündigt an, dass der 2,5 Kilometer lange Abschnitt von November an mit einer Asphaltdecke überzogen wird. Bis zum 31. März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann beginnt mit dem Frühjahr auch die Radfahrsaison.

Auf eine richtige Befestigung mussten die Radler tatsächlich lange warten. Brune ist seit 1996 in der Verwaltung beschäftigt. Der Mainuferweg sei einer der ersten Aufgaben gewesen, der er sich angenommen habe, erzählt er. Denn der Schotter-Splitt-Weg sei katastrophal. Nicht nur bei Regen, wenn die wassergebundene Decke matschig werde. Bei Hochwasser werde eine bis zu zehn Zentimeter dicke Schicht abgetragen. Die Stadt müsse den Belag dann immer regelmäßig erneuern, was Kosten verursache. Der Schotter verteile sich zudem im Mainvorland, schade der Flora und Fauna. Der Belag sei wirtschaftlich und ökologisch fragwürdig.

Dennoch habe sich die Naturschutzbehörde über die vielen Jahre geweigert, dem Anliegen der Stadt für eine Asphaltierung zu folgen. Denn in das Landschaftsschutzgebiet sollte keine Asphaltdecke eingezogen werden.

Bei Radfahrern beliebt

Der Radverkehr habe in den früheren Jahren noch keine große Rolle gespielt, blickt Brune zurück. Doch vor einigen Jahren habe der Kreis eine Radverkehrsbeauftragte eingesetzt, die sich die Verbesserung des Radwegenetzes auf die Fahne geschrieben habe. Mit ihr hätten die Bemühungen der Stadt Fahrt aufgenommen. Zumal der Weg inzwischen mit der Ölhafenbrücke und dem Opelsteg an Bedeutung gewonnen habe, so Brune. Er werde weitaus häufiger frequentiert, als der hessische Radfernweg R3, der von Rüdesheim an Flörsheimer vorbei bis nach Fulda führt. Mit der Ölhafenbrücke ist es möglich, von Aschaffenburg bis Mainz ohne Unterbrechung am Main entlang zu fahren. Hinzu kommt, dass der Mainuferweg auf Rüsselsheimer Gemarkung seit vielen Jahren asphaltiert ist und auf der Kelsterbacher Gemarkung vor zwei Jahren asphaltiert wurde.

Der Kreis habe die Asphaltierung ebenfalls begrüßt und die Naturschutzbehörde habe ihre Zustimmung schlussendlich vor drei Jahren erteilt, so Brune. Dass der Baustart dann doch bis jetzt aufgeschoben wurde, stehe im Zusammenhang mit der Wasserrahmenrichtlinie und der Umgestaltung des Mainvorlands. Mit der Befestigung des Radweges habe die Stadt den Eingriffen in das Mainvorland nicht lange vorgreifen wollen. Hier würden nun für das kommende Jahr erste Arbeiten erwartet.

Die Kosten für die Asphaltierung liegen bei 600 000 Euro. Sie müssten aber nicht von der Stadt getragen werden, so Brune. Das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen-Mobil fördere den Ausbau des Radwegenetzes. Es übernehme bis zu 80 Prozent der Kosten. Für den Rest komme der Kreis auf, der ebenfalls Interesse an dem Ausbau der Radwege habe.

An der Brücke wird begonnen

Der Weg wird nun um einen Meter auf 3,50 Meter verbreitert und in einzelnen Abschnitten an das Ufer herangeführt. Ein rund 400 Meter langer Abschnitt reicht übrigens in die Rüsselsheimer Gemarkung bis hin zur Opelbrücke. Die Asphaltierung werde in drei Bauabschnitten ausgeführt, informiert Brune. Der erste Abschnitt reicht von der Brücke bis zur Unterführung Hafenstraße. Hier wird der nördliche der beiden Wege asphaltiert. Radfahrer und Fußgänger können also den am Mainufer gelegenen Weg während der Bauzeit nutzen.

An der Hafenstraße beginnt der bereits befestigte Abschnitt entlang der alten Schleuse, dem heutigen Yachthafen. Der zweite Bauabschnitt reicht von der Unterführung Ziegelhüttenweg bis zur Unterführung Mainstraße, der dritte Abschnitt von dort bis zur Unterführung Frankfurter Straße. Während der Arbeiten an diesen beiden Abschnitten werden die Radfahrer und Fußgänger über Wege und Straßen durch die Stadt umgeleitet. Mit der Asphaltierung wird im östlichen Abschnitt an der Unterführung Frankfurter Straße begonnen.

Rüdiger KOslowski

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