Julia Alcocer Maestre, Monika Jenal, Rosamaria Gil und Carmen Hohmann (von links) verkaufen auf dem Wochenmarkt Marmelade. Foto: Rüdiger Koslowski
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Julia Alcocer Maestre, Monika Jenal, Rosamaria Gil und Carmen Hohmann (von links) verkaufen auf dem Wochenmarkt Marmelade.

Gewerbe und Handel

Marmelade auf dem Wochenmarkt

Der Verein Toleranz unter Nationen steht für Neustart bereit

Raunheim -Da haben die Frauen vom Verein Toleranz unter Nationen (TUN) ihren Kampf mit dem Wind. Immer wieder blasen kräftige Böen den Ständer des Glücksrades um und Spiele, Stifte und Schreibblöcke vom Tisch.

Doch Julia Alcocer Maestre, Monika Jenal, Rosamaria Gil, Carmen Hohmann und Sabine Bächle-Scholz, die CDU-Landtagsabgeordnete ist Mitglied des Vereins, nehmen das ungemütliche Wetter mit Humor, bringen alles wieder an Ort und Stelle und versuchen es gegen den Wind zu sichern.

Der Verein präsentiert sich mit seinem Stand auf dem Wochenmarkt. "Wir waren wegen Corona schon lange nicht mehr in der Öffentlichkeit aktiv", stellt die Vorsitzende Alcocer Maestre fest. Der Markt sei eine gute Möglichkeit, mit dem Publikum in Kontakt zu kommen.

Das Angebot ist groß

Der Verein wolle anfangen, wieder mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen. Sie kündigt bereits an, dass TUN noch ein weiteres Mal den Wochenmarkt besuchen werde. Passend zum Marktgeschehen verkaufen die Frauen selbst eingekochte Marmelade. Das Angebot ist groß: Auf der Theke stehen Einmachgläser gefüllt mit Pflaumen mit Zimt, Kirsch-Banane-Zitrone, Kirsch-Minze, Kirsch-Amaretto, Kirsch-Amaretto-Mandeln, Apfel-Limettensaft und vielen anderen leckeren Sorten.

Die Marmelade stammt teilweise aus dem vergangenen Jahr, wurde aber zudem auch in der vergangenen Woche frisch eingekocht. Der Verein verkaufe bereits seit drei Jahren der Bevölkerung Marmelade.

Mit den Einnahmen solle der Kassenstand aufgebessert werden, sagt Alcocer Maestre. Das Obst werde aus privaten Gärten gespendet. Die Marmelade werde auf verschiedenen Veranstaltungen wie Neujahrsempfang, Bahnhofstraßenfest und Weihnachtsmarkt verkauft. Seit März vergangenen Jahres mussten diese allerdings wegen der Corona-Pandemie ausfallen.

Beim Neujahrsempfang spendet der Verein seinerseits die ihm gespendeten Gelder an gemeinnützige Projekte und Organisationen. Aber auch der musste in diesem Jahr indessen ebenfalls ausfallen, stellt Alcocer Maestre bedauernd fest. TUN steht zumindest mit einigen Projekten in den Startlöchern. Die Hygienekonzepte seien entwickelt, berichtet die Vorsitzende.

Das Kino muss noch warten

Am Ende sei der Verein auf die Genehmigung des Kreises als Schulträger angewiesen, weil die Projekte in der Pestalozzischule und der Anne-Frank-Schule durchgeführt werden. Sie nennt die Tanz- und Bewegungsprojekte Zumba und "Move it" sowie die Sprachkurse. Das Kino für Kinder und Jugendliche müsse dagegen selbst bei niedrigen Inzidenzen noch ein wenig warten. Den Kinosaal zu öffnen hält Alcocer Maestre für zu gefährlich. Zumal auch das Personal bereitgestellt werden müsse.

Die Vorsitzende ist froh, trotz der langen Pause kein Mitglied verloren zu haben. Der Vorstand habe sich zumindest einige Male bei virtuellen Konferenzen getroffen. Auch der Tanzkurs Zumba sei einmal virtuell angeboten worden. Die Teilnehmer müssten Geduld aufbringen. Die Nachfragen von Interessierten, wann es endlich wieder mit den Projekten losgehe, seien groß, erzählt Julia Alcocer Maestre.

Um das im Zentrum stehende Ziel, die Integration der Menschen aus den verschiedenen Nationen, macht sich die Vorsitzende keine Gedanken. Zumindest die über 100 Vereinsmitglieder und die Teilnehmer an den Projekten seien gut integriert. Dennoch wolle der Verein weiter auf verschiedenen Plattformen für sich und seine Projekte werben. Auch deshalb sei er auf dem Wochenmarkt mit den selbstgemachten Produkten präsent.

Rüdiger Koslowski

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