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Wollen wildem Parken und Vermüllung ein Ende setzen: Bürgermeister Thomas Jühe, Ordnungsamtschef Oliver Hartmann, Abfallberater Abdelmonaim Akachar, Uwe Rauhut von der Stabstelle Raunheim - schön, sicher, sauber" sowie die Ordnungspolizisten Hakan Karayumruk und Oliver-Nicolas Lobitz (von links).

Stadt will gegen Vermüllung vorgehen

Parksündern geht es in Raunheim an den Kragen - Halteverbot für Laster auf Mönchhofgelände 

Parkverbot auf dem Mönchhofgelände: Laster dürfen dort gar nicht mehr abgestellt werden, Personenwagen nur noch vier Stunden. Damit will die Stadt dem Parkdruck und der Vermüllung begegnen.

Raunheim - Uwe Rauhut kann ein Lied davon singen: Das Langzeitparken von Last- und Personenwagen sowie die damit einhergehende Vermüllung auf dem Mönchhofgelände. Möbel, Matratzen, Ölflaschen und Verpackungen werden dort auf den öffentlichen Grünflächen entsorgt. "Manchmal frage ich mich, wie die das Zeug hier her schaffen", sagt Rauhut von der Stabstelle "Raunheim - schön, sicher und sauber".

Um dem Langzeitparken und der illegalen Müllentsorgung Herr zu werden, zieht die Stadt jetzt alle Register. Ab sofort gilt für Brummis ein absolutes Halteverbot auf dem gesamten Gewerbegebiet Mönchhof, Personenwagen wird nur noch ein zeitbegrenztes Parken von vier Stunden gewährt, erklärte Bürgermeister Thomas Jühe (SPD) gestern bei einem Ortstermin.

"Massive Probleme"

"Wir haben hier massive Probleme", stellte er fest. Laster, die nicht auf das Gelände gehörten, parkten im öffentlichen Raum. Dies gehe zulasten der Infrastruktur. In der Vergangenheit wurden beispielsweise Bäume von Brummis beim Ein- und Ausparken beschädigt. Zudem sprach Jühe auch die Vermüllung durch die Fahrer an. "Wir sehen keine andere Möglichkeit, als hier massiv vorzugehen", unterstrich er den Willen der Stadt, dem Treiben ein Ende zu setzen. Die Lastwagen müssten auf dem Gelände ihrer Firmen parken oder das Gewerbegebiet wieder verlassen.

Mit dem zeitbegrenzten Parkverbot für Personenwagen will die Stadt dem Parkdruck auf dem Gelände begegnen. Flugreisende parkten beispielsweise wegen der Nähe zum Flughafen ihre Fahrzeuge auf dem Gelände. Zudem stellten Unternehmen dort Autos ab, die sie für Flugreisende in Obhut genommen hätten.

In den ersten 14 Tagen will die Stadt Parkvergehen noch nicht ahnden, sondern nur mit Hinweiszetteln darauf aufmerksam machen. Erst dann werden Verwarnungsgelder ausgesprochen.

Streifen zur Kontrolle

Sowohl die Raunheimer als auch die Kelsterbacher Fläche des Gewerbegebietes werden fortan an Werktagen sowie an Sonn- und Feiertagen von jeweils einem Mitarbeiter bei Streifengängen überwacht. Der Dienstleister Wisag stellt das Personal. Die beiden Ordnungspolizisten, die seit einigen Wochen innerhalb des Raunheimer Stadtgebietes den ruhenden Verkehr kontrollieren, werden ebenfalls von dem Unternehmen gestellt. Jühe betonte, dass alle Mitarbeiter sowohl im Stadtgebiet als auch im Gewerbegebiet eingesetzt werden.

Für ihre Mobilität stellt ihnen die Stadt zwei Fahrzeuge zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Einsatzleitfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr. Es war ursprünglich für ein Waisenhaus der befreundeten ukrainischen Stadt Lubny gedacht, was jedoch an den hohen bürokratischen Auflagen des Landes gescheitert sei, so Thomas Jühe.

Das Fahrzeug sei geräumig, habe auch einen Tisch zum Arbeiten, hebt Oliver Hartmann, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice und Ordnungswesen, hervor. Das zweite Fahrzeug ist ein Kleinwagen der Stadt, das bisher über Werbung finanziert worden sei, erklärte Jühe. Der Vertrag sei ausgelaufen, die Stadt habe das Auto nun für den geringen Betrag von 3750 Euro erwerben können.

Beide Fahrzeuge sind Silber lackiert. Mit dem Schriftzug "Ordnungspolizei Raunheim" macht die Stadt auf die Funktion aufmerksam. Die Menschen sollten aber nicht schlottern, wenn sie die Autos sehen, meinte Jühe schmunzelnd.

von Rüdiger Koslowski

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