Germano Salernitano steht in den Startlöchern für die neue Badesaison.
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Germano Salernitano steht in den Startlöchern für die neue Badesaison.

Baden

Pinta Beach Raunheim ist bereit für die Badegäste

Hoffen auf Öffnung des Pinta Beach in Raunheim. Das Ziel ist der 7. Juni.

Raunheim -Natürlich würde Germano Salernitano gerne an einem mit Menschen gefüllten Pinta Beach sitzen und dem munteren Treiben seiner Badegäste zuschauen. Das geht nicht, denn wegen der Corona-Pandemie darf er die Tore noch nicht öffnen.

Aber Salernitano ist auch ehrlich. Es blasen kräftige Böen über den Strand und durch die überdachte Gastronomieanlage. Das Thermometer zeigt bei weitem keine Badetemperatur an. Wenn also eigentlich am 15. Mai die Badesaison hätte starten sollen, hätte er bei diesem Wetter ohnehin die Kassenhäuschen geschlossen gelassen.

Die Vorbereitung für einen verspäteten Start in die Badesaison würden kurz vor dem Abschluss stehen, so Salernitano. Es müssten eigentlich nur noch die Liegen an den Strand gebracht werden.

Pinta Beach Raunheim: Warten auf Wetter und Inzidenz

Die werden wohl aber noch ein paar Tage unbenutzt bleiben. Salernitano weiß, dass die Inzidenz 14 Tage unter dem Wert von 100 liegen muss. Dass wäre der 7. Juni, wenn es so weitergeht. Er ist optimistisch, dass dieses Datum hinhaut, würden sich die Menschen doch jetzt unter freiem Himmel bewegen und die Inzidenz dauerhaft unter 100 bleiben. "Dann ist auch das Wetter besser", sagt der Betreiber des Pinta Beach schmunzelnd.

Salernitano wird das bewerte System aus dem vergangenen Jahr für den Einlass wieder praktizieren. Soll heißen, es gibt zwei Slots, von acht bis 14 Uhr und von 15 bis 20 Uhr - in der Pause wird desinfiziert. In jeder der beiden Zeitfenster haben 1500 Badegäste Zutritt. Normalerweise kann Pinta Beach 3500 Menschen aufnehmen.

Salernitano will aber eine so große Menschenansammlung vermeiden und verzichtet auch gerne auf das Chaos, das sich in den ersten beiden Jahren nach der Öffnung durch den großen Andrang eingestellt hatte.

Eintrittskarten gibt es deshalb einmal mehr nur mit der Online-Anmeldung. Die Badegäste müssen sich Liegen buchen. Wiese und Strand sind für Menschen, die sich einfach nur auf einem Handtuch niederlassen wollen, gesperrt. Wenn Corona überwältigt ist, soll das aber wieder möglich sein.

Salernitano legt großen Wert auf Abstand und Sicherheit. Die Badegäste, die nur auf einem Handtuch liegen, habe man im vergangenen Jahr nicht richtig unter Kontrolle gehabt. Da steht der Abstand im Fokus. Salernitano will nicht nur 1,50 Meter, sondern vier Meter Abstand vorgeben.

Entsprechend stellt er auch die Liegen und Sonnenschirme. Wegen der Sicherheit will er auch Kontrolleure an den Sanitärräumen postieren, die schauen, ob die Badegäste beim Toilettengang Masken tragen.

Pinta Beach Raunheim: Streetfood am Strand

Außerdem will er das Gastronomieangebot entzerren und den Badegästen zugleich mehr Komfort bieten. Salernitano wird am Pinta Beach ein Streetfood-Konzept etablieren. Die Gäste können sich umfangreich an einem Burger-, Eis-, Pizza- und Crêpe-Wagen bedienen. Das Tüpfelchen: Über einen QR-Code können sich die Badegäste Getränke an die Liege bringen lassen. Nach wie vor dürfen sich die Badegäste auch im adäquaten Rahmen Speisen und Getränke mitbringen.

Seinen riesigen Aqua-Park will Salernitano noch auf das Wasser bringen. Aber auch hier gelten Hygieneregeln. Statt 180 Menschen dürfen sich 60 Menschen auf der Insel austoben. Am 11. Juni beginnt die Fußball-Europameisterschaft und sie wird nicht ohne die Fans am Pinta Beach ausgespielt. "Wir zeigen jedes Spiel an einer großen Leinwand live", kündigt Salernitano an. 250 Gäste lässt er bei jedem Spiel zu. Die Badegäste, die bereits am See sind und Fußball schauen möchten, könne das ohne Probleme machen. Wer ein Spiel nach dem Ende der Badezeit ab 20 Uhr schauen möchte, muss sich online registrieren. Für die Sicherheit auf dem Wasser will der Betreiber ebenfalls noch aufrüsten. Er will auf dem Wasser einen aufblasbaren sogenannten Life-Guard-Tower, einen Rettungsschwimmerturm, aufstellen. Von dem sechs Meter hohen Turm können die Sicherheitskräfte ein Auge auf die Badegäste werfen. Von RÜdiger Koslowski

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