Peter Urban und seine Frau Alexandra freuen sich auf den Start mit ihrem neuen Landgasthof Zum Bembelsche.
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Peter Urban und seine Frau Alexandra freuen sich auf den Start mit ihrem neuen Landgasthof Zum Bembelsche.

Gastronomie

„Wow“: Birkeneck in Raunheim in schmucken Landgasthof verwandelt

Am 15. August eröffnet in den ehemaligen Räumen des Birkenecks das Restaurant Zum Bembelsche. Dort gibt es künftig internationale Küche mit hessischem Einschlag.

Raunheim – Wer die ehemalige Gaststätte Zum Birkeneck betritt, wird seine Überraschung nicht verbergen können. Er wird das Gasthaus nicht mehr wiedererkennen. „Wow“, stellt sich dann nach kurzer Zeit der Aha-Effekt ein. Peter Urban hat ganze Arbeit geleistet, verwandelte das bieder wirkende Lokal in eine gemütliche Wirtsstube. „Das ist jetzt ein echter Landgasthof“, sagt Urban, neuer Eigentümer des Lokals. Den alten Namen Landgasthof Zum Bembelsche aus der Mainzer Straße nimmt er mit.

Dort war er 21 Jahre Pächter des Turn- und Sportvereins (TSV). Ursprünglich war seine Idee, beide Lokale zu führen. Wegen Unstimmigkeiten mit dem TSV und des großen Investitionsbedarfs gab er jedoch seine bisherige Gastwirtschaft auf und konzentriert sich nunmehr voll und ganz auf den neuen Landgasthof am städtischen Sportpark und der Anlage des Tennis-Klub Raunheim (TKR).

Neues Restaurant in Raunheim: Eröffnung am 15. August

Urban, der auch das Waldbembelsche im Ostpark betreibt, erwarb das Grundstück von der Stadt in Erbpacht und ist Eigentümer des Gebäudes. Er investierte einen hohen sechsstelligen Betrag in seine neue Gastwirtschaft, die er am Samstag, 15. August, eröffnen möchte. Derzeit werden noch die letzten Installation der Lüftung- und Klimatechnik beendet, sagt er. Im Grunde ließ er keinen Stein auf dem anderen. Das Dach ist neu, die Sanitäranlagen sind neu, die Elektrik ist neu. Urban riss Wände heraus und setzte neue Wände ein. Das Mobiliar nahm er aus seiner bisherigen Gaststube mit und setzte es im neuen Lokal gekonnt in Szene.

Auf einmal ist dort eine übersichtliche und helle Gaststube entstanden, in der die Gäste nicht wie bisher in Nischen sitzen. So könne er bei Feiern oder anderen Anlässen auch mal die Tische zu Tafeln zusammenstellen, nennt Urban den Vorteil. Im zweiten, sehr behaglich ausschauenden Gastraum stehen bereits größere Tische.

Auffällig und ein Hingucker sind die Wände in Klinkerbauweise. „Was ich vorher als Tapete hatte, habe ich jetzt in echt“, meint Urban schmunzelnd. Blickfänge sind zudem die vielen historischen Radios, ein alter Plattenspieler und Kaffeemühlen. Bevor Urban zwölf Jahre das Bistro Nanu betrieb, hatte er Antiquitäten verkauft. Daher habe er seinen „Fimmel mit alten Möbeln und Gegenständen“. Dies zeigt sich auch bei den Sanitäranlagen, wo die Waschtische auf alten Nähmaschinenständern montiert sind. Urban betont, dass er jetzt auch behindertengerechte Toiletten hat.

Restaurant in Raunheim: Neue überdachte Terrasse mit Lounge

Die alte Theke nahm der Wirt ebenfalls mit in sein neues Restaurant. Die war schon im früheren Bembelsche ein Blickfang und wird jetzt noch augenfälliger in Szene gesetzt. Sein Schatz ist indessen die Terrasse, die er ebenfalls neu gestaltete. Der Boden ist mit Holz der Douglasie belegt, das Dach wurde erneuert und vergrößert. Neben den Sitzgelegenheit finden die Gäste nun auch in der eigens eingerichteten Lounge Platz. Sowohl von der Terrasse als auch vom Innenbereich haben die Gästen einen Blick auf die Sportanlagen. Im Innenbereich kann er 180, außen rund 120 Gäste bewirten.

Die Vereine sollen im Landgasthof Zum Bembelsche durchaus eine Heimat finden, betont Urban. Denn das Birkeneck war die Vereinsgaststätte des Tennis-Klubs und des Sportvereins 07. Mit dem SV 07 habe es noch keine Gespräche gegeben, sagt Urban. Dem TKR habe er das Angebot einer Jahreskarte mit Bonus unterbreitet. Der Klub hatte immer betont, nach den Medenspielen einkehren zu wollen, was für ihn kein Problem sei, so Urban. Gespräche stünden noch an. Gegen Jahreshauptversammlungen und anderen Vereinsveranstaltungen habe er jedenfalls nichts einzuwenden.

Jetzt hofft er, dass seine alte Kundschaft den Weg vom Norden in den Süden der Stadt mitmacht. Die Kunden dürfen sich auf seine deutsch-hessisch-internationale Küche freuen, die mit neuen Geräten wie Lavagrill und Flammkuchenofen ausgeweitet werden könne. (Rüdiger Koslowski)

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