Mehr Parkplätze im Ringstraßengebiet

Raunheim verringert den Parkdruck

Im Ringstraßengebiet entstehen rund 90 neue Parkplätze. Im Wohngebiet „An der Lache“ wird mit einer kleinen Anlage zunächst der Bedarf geprüft.

Die Stadt wird nun doch nicht den großen Hügel an der Straße „An der Lache“ in Höhe der Unterführung zum Schnelser Weg abtragen und auf der Fläche einen Parkplatz für 350 Stellplätze anlegen. Stattdessen wird zunächst mit einer kleineren Version der Bedarf ausgetestet, informierte Jochen Brune, der Leiter des Fachdienstes Infrastruktur, in einer gemeinsamen Sitzung des Bau-, Planungs- und Umwelt- sowie des Verkehrsausschusses.

Denn die Zufahrt zur benachbarten Pumpstation werde bereits von den Anwohnern als Parkplatz genutzt. An dieser Stelle will die Stadt jetzt einen provisorischen Parkplatz einrichten, um zu schauen, ob ein Großraumparkplatz überhaupt angenommen wird. Dort sei Platz für 45 Stellplätze, so Brune. Außerdem sollen sieben Stellplätze für Sprinter angelegt werden.

Der bauliche Aufwand sei gering. Erde werde abgegraben und planiert, die Fläche anschließend mit Schotter aufgefüllt. Die Stadt wolle mit den Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen, kündigte Brune an. Innerhalb von vier Wochen sei der Parkplatz fertig.

Außerdem will die Stadt den provisorischen Parkplatz an der Fußgänger-Schrägseilbrücke befestigen. Bisher seien dort keine Stellflächen markiert, nach Regenfällen würden sich Pfützen bilden, so Brune. Auf einer festen Parkanlage sei Platz für 19 Stellflächen.

Ein Parkdeck, über das immer mal wieder diskutiert wurde, sei damit nicht aus dem Spiel, so Brune. Auf dem Parkplatz ist ein zeitbegrenztes Parken vorgesehen, die Zeitbeschränkung ist jedoch noch offen.

Thomas Wanderer stellte unterdessen ein bereits umgesetztes Projekt für die Ergänzung des Parkraums im Ringstraßengebiet vor.

Das gleichnamige Ingenieurbüro eruiert für die Stadt Möglichkeiten für mehr Parkplätze. Mit der Ummarkierung von Sperrflächen vor den Müllsammelplätzen seien 41 zusätzliche Stellflächen entstanden, informierte Wanderer. Es konnten Sperrflächen in der Ring-, Mosel-, Elbe-, Weser- und Oderstraße verkleinert werden. Die gewonnenen Flächen werden für Parkplätze genutzt.

Ursprünglich standen an den Müllsammelplätzen Großcontainer. Der Abfuhrdienst benötigte ausreichend Platz, um die großen Container zu den Müllfahrzeugen zu manövrieren. Jetzt gibt es nur noch kleinere, 1,1 Kubikmeter fassende Container, die durch eine schmalere Gasse gezogen werden können.

Mit der Nutzung von Grünflächen, die sich direkt am Rande der Straßen befinden, sei es möglich, weitere Stellplätze zu gewinnen, so Wanderer. Die Stadt befinde sich derzeit in der Abstimmung mit der GWH. So könnten in der Ringstraße 41, in der Weserstraße acht und in der Elbestraße ein Parkplatz entstehen werden. Bürgermeister Thomas Jühe nannte mit der ersten Hälfte des kommenden Jahres ein Zeitfenster für die Realisierung.

Er machte zudem darauf aufmerksam, dass bei diesem Projekt Parkplätze auch in der Nähe von Fenstern entstünden und er mit Beschwerden rechne. Die Stadt habe jedoch die Pflicht, auf die Gesamtsituation zu schauen. Zudem wolle die Stadt das Parkplatzangebot insbesondere für Frauen im nahen Wohnumfeld erhöhen. Die Grünflächen, die wegen der neuen Parkflächen verlorengehen, werden an anderer Stelle ersetzt.

Mit einem Parkverbot für Lkw, das auch Sprinter einschließt, möchte die Stadt zudem die Wohnquartiere entlasten. Ein Konzept werde derzeit erarbeitet.

Die Stadt wird außerdem ein externes Unternehmen beauftragten, das den ruhenden Verkehr kontrolliert. Das Mönchhofgelände wird allerdings ausgeklammert. Hier soll ein Auftrag über den Zweckverband Mönchhof erteilt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare