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Nach dem Schiff von Kolumbus nennt Germano Salernitano (rechts) den Strand Pinta Beach, das Konzept erklärt er gemeinsam mit Georgios Mouratidis.

Neuer Badestrand

Der Raunheimer Waldsee wird zum Pinta Beach

Ende Juni soll der Badestrand am Waldsee eröffnen. Der neue Pächter krempelt den Betrieb völlig um.

Hochsommerliche Temperaturen Ende Mai und Anfang Juni. Aber mit Ausflügen in Schwimmbäder und an Seen sieht es in Raunheim und Rüsselsheim derzeit dürftig aus. In der Nachbarstadt ist nur das Waldschwimmbad geöffnet. In Raunheim schauen die Wasserratten ganz in die Röhre. Denn die Verlagerung des Badestrandes und die Arbeiten am neuen Badestrand sind noch nicht beendet.

Die Stadtwerke hatten die Eröffnung für Ende Juni angekündigt. Die ersten Fuhren des weißen Sandes für den Strand wurden bereits aufgetragen. Der neue Betreiber Germano Salernitano steht bereits in den Startlöchern. Er selbst rechnet jedoch eher mit einer Eröffnung in der ersten Juliwoche.

Er wird das Strandbad völlig umstrukturieren. Der Betrieb wird ein neues Gesicht erhalten. Selbst den Namen Waldsee muss sich die Bevölkerung aus dem Gedächtnis streichen. Salernitano gab dem Strand den Namen Pinta Beach.

Pinta deshalb, weil sein zweites Projekt, ein Sportclub in der Christoph-Kolumbus-Straße, auf dem Gewerbegebiet Airport Garden entsteht. Als das neue, große Kletterschiff aus Holz für Kinder am Strand aufgebaut war, erinnerte es seine Frau an die Pinta, das schnellste der drei Schiffe, mit denen Kolumbus nach Ostasien aufbrach, wie der Seefahrer glaubte.

Die Eintrittspreise und die Öffnungszeiten bleiben – wie bereits berichtet – unverändert. Die Gäste erhalten beim Eintritt ein Bändchen mit einem Transponder. Denn am Strand ist keine Bargeldzahlung möglich. An der Kasse kann das Guthaben jederzeit wieder aufgeladen werden.

Das Mitbringen von alkoholischen Getränken, Erfrischungsgetränken und Speisen ist nicht gestattet. Wasser und Apfelsaft für den Nachwuchs sind dagegen durchaus erlaubt. Salernitano will Scherben und Müll vermeiden. Er selbst arbeitet mit Mehrzweckgeschirr.

„Die Kosten für Speisen und Getränke sind nicht hoch, das sind keine Tankstellenpreise“, sagt der Pächter. Zudem sei der Eintritt mit 2,50 Euro für Erwachsene sehr günstig. Die Gäste würden eine gewisse Infrastruktur vorfinden, die es zu honorieren gelte. Der Strand werde jetzt nicht mehr von der Stadt, sondern privat betrieben. Im Vergleich zu anderen Seen werde am Pinta Beach eine Club-Atmosphäre herrschen. Eine Analyse soll später zeigen, ob sich das neue Konzept bewährt hat.

Tagsüber werden Snacks wie Bratwurst, Pizza und Pommes angeboten. Ab 20 Uhr stehen Pasta, Salate, Burger und Steaks auf der Speisenkarte. Denn nach dem Ende des Badebetriebs öffnet eine Lounge. Hier können sich sowohl die Badegäste als auch Gäste nur für den Abend aufhalten. Salernitano möchte die Lounge in Abhängigkeit vom Wetter auch einen Monat vor und einen Monat nach der offiziellen Badesaison betreiben.

Die Terrasse vor dem Kiosk und der Wachstation bietet 120 Sitzplätze. Der Strand wird mit 300 Liegen und 400 Klapp-

stühlen sowie 200 Sonnenschirmen ausgestattet, informiert Mitarbeiter Georgios Mouratidis. Diese dürfen die Badegäste mieten. Der Preis wird eventuell über einen Verzehrgutschein verrechnet, überlegt Salernitano.

Der Strand bietet auch Möglichkeiten für Veranstaltungen. Insgesamt sind 18 Veranstaltungen im Jahr möglich, sechs wolle die Stadt selbst ausrichten. Der Pächter selbst denkt an interne Firmenveranstaltungen aber auch an öffentliche Veranstaltungen – allerdings wohl nicht mehr in diesem Jahr.

Die Badeaufsicht am See an den Werktagen und die Parkplatzeinweisung hat er an das Unternehmen Deescalation Service Team aus Frankfurt übergeben. An den Wochenenden und an den Feiertagen übernimmt die Badeaufsicht nach wie vor die DLRG.

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