Angelika Zuber und Vaughn Coleman von "Raunheim Life" sprechen im Studio mit Erster Stadträtin Dorothee Herberich (von links). Foto: Rüdiger Koslowski
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Angelika Zuber und Vaughn Coleman von "Raunheim Life" sprechen im Studio mit Erster Stadträtin Dorothee Herberich (von links).

Initiative

Willkommen bei "Raunheim Life"

Ein neues Radioformat will mit Themenvielfalt die Stadt in ihrer ganzen Bandbreite zeigen. Die Sendung wird jeden ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 17 Uhr ive ausgestrahlt.

Raunheim -Ein bisschen aufgeregt sind die beiden. Aber Lampenfieber gehört zu einer Live-Sendung dazu. Angelika Zuber und Vaughn Coleman gehen an diesem Donnerstag erst das zweite Mal mit ihrem Format "Raunheim Life" auf Sendung. Und los geht's.

"Hallo, hallo. Raunheim Life bei Radio Rüsselsheim. Ich bin Vaughn, der Einwanderer. Und das ist Angelika, das Raunheimer Mädsche", begrüßt Coleman die Hörer.

Zuber kündigt nach einem Musikeinspieler Dorothea Herberich, die Erste Stadträtin und Sozialdezernentin (SPD), an. Sie sprechen über die Schwierigkeiten der Seniorenarbeit während der Pandemie, ausgefallene Angebote, Möglichkeiten, dennoch Kontakt zu halten, und über das Impfen in Seniorenheimen. Ein rundes Gespräch mit vielen Inhalten, das klingt richtig professionell. Die passenden Musik: Soul und Jazz aus den 1970er Jahren.

Die Aufgabenteilung ist klar. Coleman übernimmt die Anmoderation und spielt die Musik ein. Zuber stellt die Fragen an Herberich. Sie sind bereits ein eingespieltes Team.

Doch was steckt hinter der Idee von Raunheim Life? Jens Grode, der Vorsitzende des lokalen Senders Radio Rüsselsheim, sucht Menschen aus Nachbarstädten, die sich mit einer Sendung über ihre Kommune ins Programm einpassen. Als Flüchtlingsbetreuer im Raunheimer Rathaus hat er Kontakte zu Menschen, die an exponierter Stelle stehen und bekannt sind. Zuber leitet das Ehrenamtsbüro, wie Coleman ist sie Engagement-Lotse. Coleman war viele Jahre im Ausländerbeirat. Beide sind als kommunikativ und extrovertiert zu charakterisieren.

Grode erklärt, dass die Radiomacher selbstständig im Studio arbeiten müssten. Die Technik sei aber kein Problem. Drei, vier Hebel seien zu bedienen, um das Mikrofon zu öffnen und zu schließen und die Musik einzuspielen. Dass sie ein Netzwerk an Menschen aufgebaut haben müssten, um das Programm dauerhaft gestalten und lokale Themen kommunizieren zu können, habe eine größere Bedeutung. "Deshalb freue ich mich, die beiden gewonnen zu haben", sagt Grode.

Recherchieren und informieren

"Wir waren schnell begeistert", hält Zuber mit ihrer Freude nicht hinter dem Berg, bei Radio Rüsselsheim Programm für und über Raunheim machen zu dürfen. Sie könne als Raunheimer Mädel etwas für die Stadt machen, nicht immer nur nehmen, sondern auch geben, so die Frau, die auch im Vorstand des Vereinsrings mitarbeitet. Coleman erklärt: "Das ist eine anspruchsvolle Arbeit, zu recherchieren und zu informieren, was es in Raunheim alles so gibt."

Die beiden hatten nur drei Wochen Zeit, um sich Gedanken über einen Namen und die ersten Gäste zu machen. "Raunheim Life" wollten sie ihre Sendung nennen. "Life, wie das Leben, wir berichten über das Leben von Raunheim", erläutert Zuber.

Die Sendung wird jeden ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 17 Uhr live ausgestrahlt. Dann ist sie an den folgenden Donnerstagen um die gleiche Uhrzeit als Aufzeichnung zu hören. Die ersten Gesprächspartner waren im März Gewerbevereinsvorsitzender Dieter Kissel und Vereinsringvorsitzender Horst Bleidner. "Das waren dankbare Gäste, sie waren richtig gut vorbereitet", blickt Zuber zurück. Auch dank Zuber und Coleman, die ihren Besuchern im Studio vorab einen Fragenkatalog zukommen lassen, so dass ein flüssiges und informatives Gespräch gewährleistet ist.

Für die nächste Sendung fragten sie bei der Feuerwehr an. Künstler, Schulen, Vereine, Jugend sind andere Gäste und Themen, mit denen und über die sie in ihrer Sendung sprechen möchten. Veranstaltungen gehören ebenfalls dazu. Zuber und Coleman wollen Raunheim in seiner ganzen Breite vorstellen. Weil das Format nur einmal monatlich erscheint, dürften die Themen so bald nicht ausgehen.

Heute sind es also die Senioren, die über Herberich im Fokus stehen. Sie habe sich sehr über die Einladung gefreut, sagt sie. Es sei eine gute Möglichkeit, mit den Senioren in Kontakt zu treten und über sie zu informieren. Es sei ein wenig ungewohnt am Mikrofon gewesen, aber sie habe eine wertvolle Erfahrung gemacht. Rüdiger Koslowski

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