Mit dem Kran der Berufsfeuerwehr Frankfurt bergen die Einsatzkräfte das demolierte Sportboot im Raunheimer Yachthafen. Foto. Feuerwehr Raunheim
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Mit dem Kran der Berufsfeuerwehr Frankfurt bergen die Einsatzkräfte das demolierte Sportboot im Raunheimer Yachthafen. Foto. Feuerwehr Raunheim

Unfall

Zwei Personen bei Verpuffung an Bord verletzt

  • Dorothea Ittmann
    vonDorothea Ittmann
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Glück im Unglück hatten am Donnerstagabend der Bootseigentümer und ein Bekannter. An Bord kam es zu einer Verpuffung. Beide wurden leicht verletzt. Die Raunheimer Feuerwehr birgt wenig später das demolierte Sportboot im Hafen des Yachtclubs Untermain. Die Ursache für die Explosion ist noch nicht bekannt, die Wasserschutzpolizei ermittelt.

Raunheim -Die Anwohner am Yachthafen Untermain in Raunheim hörten am Donnerstagabend kurz vor 18 Uhr einen lauten Knall. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr wurden verständigt. Der diensthabende Einsatzleiter der Raunheimer Feuerwehr, Christian Möser, stellte wenig später fest, dass es an Bord einer Yacht eine Explosion gegeben hatte. Die Wasserschutzpolizei Wiesbaden spricht von einer Verpuffung.

Dabei waren der Bootseigentümer und eine weitere Person, die sich zu dem Zeitpunkt auf Deck aufgehalten hatten, leicht verletzt worden. Sie wurden vom Rettungsdienst medizinisch versorgt. Der Eigentümer wurde ins Krankenhaus gebracht.

Die Ursache für die Verpuffung ist laut Wasserschutzpolizei noch unklar; die Ermittlungen dauern noch an. Stadtbrandinspektor Jan Christopher Gräf kann ausschließen, dass Batterien an Bord für die Verpuffung verantwortlich waren. Gasflaschen oder auslaufender Kraftstoff kämen allerdings infrage. Ein Gutachter werde sich genauer mit dem Fall beschäftigen.

Eines weiß Gräf aber mit Sicherheit: "Es war Brennbares in der Luft." Das zeigte das Gasmessgerät der Feuerwehr an, als ein Trupp mit Atemschutz den Unfallort erkundete. Dabei stellten die Einsatzkräfte fest, dass das Boot durch die Verpuffung stark beschädigt worden war und Wasser in das Innere eintrat. "Totalschaden", meint der Stadtbrandinspektor. "Die Explosion hat förmlich die Kajüte vom Unterteil des Bootes getrennt." Großes Glück hatten die beiden Personen, die sich bei der Verpuffung auf dem Boot aufgehalten hatten.

Die Besatzung des Mehrzweckbootes der Feuerwehr Raunheim hielt Ölsperren bereit, damit diese im Bedarfsfall um das Sportboot herum hätten ausgelegt werden können, um die mögliche Ausbreitung von Kraftstoff zu verhindern. Gebraucht wurden sie jedoch nicht, sagt Gräf.

Weiterhin sicherte die Wehr das Boot am Hafen, damit es nicht abtrieb. Die Berufsfeuerwehr Frankfurt rückte zur Unterstützung der Raunheimer Kräfte mit dem Feuerwehrkran an, mit dem anschließend das Boot aus dem Wasser gehoben und auf einem vom Yachtclub bereitgestellten Trailer abgestellt wurde. Auch sonst hätten die Mitglieder des Yachtclubs Untermain mit ihrem Fachwissen und weiteren Gerätschaften wie Bandschlingen für die Bergung des Bootes zur Verfügung gestanden. Die Raunheimer Feuerwehr bedankt sich für die gute Zusammenarbeit auch bei den Feuerwehren Frankfurt und Rüsselsheim.

Im Einsatz waren außerdem das DRK Raunheim-Kelsterbach, der Rettungsdienst Kreis Groß-Gerau sowie die Wasserschutzpolizei Wiesbaden. Die Bergungsaktion dauerte bis etwa 23 Uhr. Dorothea Ittmann

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