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Umgeben von Bäumen und Büschen liegt die Unterkunft am Rugbyring.

Spendenaktion

Betreiber und Mitglieder von Fitnesscenter in Rüsselsheim sammeln für Obdachlose

Eine Spende für Obdachlose haben Mitarbeiter und Kunden eines Fitnesscenters gesammelt und an der Unterkunft am Rugbyring übergeben. Kleidung, Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Alltagsgegenstände sind besonders gefragt.

Rüsselsheim - Manche von ihnen stehen mit nichts als einer Plastiktüte vor der Tür, wenn sie vor der Obdachlosenunterkunft am Rugbyring ankommen. "Die Menschen bekommen dann von uns eine Grundausstattung, wenn sie diese benötigen", erzählt Frank Scharpenberg, Mitarbeiter im Fachbereich Soziales und Gesundheit der Obdachlosenbehörde der Stadt Rüsselsheim.

Momentan leben 36 Menschen in der Unterkunft. Das Haus ist damit nicht voll belegt, ein paar Zimmer stehen zurzeit leer. Vor der Tür stehen einige Fahrräder, die beiden unauffälligen Häuser sind umgeben von grün.

Viel Empathie

Am Rugbyring wohnen alleinstehende Frauen und Männer, die aus verschiedenen Gründen keine feste Wohnung mehr haben. Von den Behörden werden sie dann den einzelnen Wohnplätzen zugewiesen.

Das Fitnesscenter "Medifit" Rüsselsheim hat in den vergangenen Wochen seine Patienten und Mitglieder dazu aufgerufen, für wohnungslos gewordene Menschen in der Stadt zu spenden. Dabei ist eine Menge zusammen gekommen: Zahnbürsten, Zahnpasta und Duschgel sind ebenso dabei wie Lebensmittel und Kleider.

Besonders Alltagsgegenstände und Lebensmittel, die lange und einfach haltbar sind, werden immer wieder in der Obdachlosenunterkunft gebraucht. "Es war wirklich toll, wie viel Empathie die Menschen da gezeigt haben", sagt Tina Dammel. Sie betreibt das Fitnesscenter "Medifit" zusammen mit ihrem Mann am Löwenplatz in Rüsselsheim. Sechs Wochen lang haben die beiden ihre Mitglieder und Patienten zu Spenden aufgerufen. "Wir haben Plakate aufgehängt und auch auf Facebook gepostet", erzählt Dammel. Auch "von Mund zu Mund" sei die Nachricht weiter getragen worden.

Benötigtes weitergeben

Die Resonanz war groß, viele wollten mithelfen. "Die Leute waren sehr engagiert", sagt Dammel. Sie und ihre Mitarbeiter hätten für die Menschen in der Region spenden wollen, die es brauchen. Frank Scharpenberg von der Obdachlosenhilfe nimmt die Sachen gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Mayer am Montagmorgen in Empfang. "Was wir an Spenden bekommen lagern wir ein", erläutert Scharpenberg. "Wenn die Menschen sie dann benötigen, geben wir die Sachen an sie weiter."

Mayer betont, wie wertvoll die Hilfsbereitschaft der Rüsselsheimer für die Behörde ist: "Wir möchten dafür noch einmal Danke sagen." Sich für andere engagieren oder etwas spenden könne prinzipiell jeder - für Informationen stehe die Obdachlosenbehörde stets zur Verfügung.

von Anna Grösch

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