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Eine großzügige Dachterrasse gehört zu einer Wohnung unterm Dach.

Projekt

Im neuen Quartier am Stadtpark sind fünf Wohnungen fast fertig - Einzug noch in diesem Monat

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"Wohnen am Verna-Park" ist das erste große Projekt der Baugesellschaft Gewobau in der Innenstadt. Vor gut einem Jahr haben die Bauarbeiten begonnen, jetzt ziehen die ersten Mieter ein.

Rüsselsheim - Noch vor 14 Monaten wurden an der Ecke Wald- und Taunusstraße Autos geparkt. Jetzt steht dort ein Haus mit fünf Wohnungen. In die Waldstraße 30 ziehen in wenigen Tagen die neuen Mieter ein.

Das Haus gehört zum ersten Bauabschnitt des Gewobau-Projekts "Wohnen am Verna-Park", in dem in sechs weiteren Gebäuden an der Taunusstraße und an der Frankfurter Straße 45 Wohnungen entstehen. Sie sollen Ende des Jahres bezogen werden. Rund 100 Bewerbungen liegen nach Angaben von Gewobau-Geschäftsführer Torsten Regenstein dafür schon vor. Für die zweite Bauphase ist gestern mit der Einrichtung der Baustelle begonnen worden. Hier werden zwei weitere Gebäude hinter dem bestehenden Haus an der Frankfurter Straße 39 hochgezogen.

Fünf Wohnungen in der Waldstraße 30 sind kurz davor, bezogen zu werden. Die Mieter müssen zuvor noch tapezieren und ihre Küche aufstellen. Drei Zwei-Zimmer- und zwei Ein-Zimmer-Wohnungen sind in dem neuen Haus entstanden. Drei Mieter kommen nach Regensteins Angaben aus Rüsselsheim und Umgebung, einer aus Aschaffenburg, einer aus Bad Soden. Zwei der neuen Hausbewohner sind Flugbegleiter.

Romeo und Julia

Alle Wohnungen haben Balkon oder Terrasse. In einem Fall ist es mit Blick auf die Waldstraße ein kleiner "Romeo-und-Julia-Balkon", wie ihn Gewobau-Sprecherin Petra Löhr nennt. Im anderen Fall ist es eine großzügige Dachterrasse Richtung Main, die beinahe so groß ist wie die knapp 30 Quadratmeter große Wohnung selbst. Sie kostet 444 Euro warm, ein Stellplatz in der noch nicht fertiggestellten Tiefgarage ist inklusive.

Dort bekommen die Mieter des nicht unterkellerten Neubaus später auch einen Kellerverschlag. Alle Gebäude sollen an ein Blockheizkraftwerk angeschlossen werden, das ebenfalls in der Tiefgarage installiert wird.

In den 40 Quadratmeter großen Gewerberaum in Erdgeschoss zieht "Home Instead" ein, das älteren Menschen mit Dienstleistungen und Unterstützungsangeboten ermöglicht, solange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben.

Bauen wird immer teurer

Thomas Steininger, Leiter der technischen Abteilung der Gewobau, betont, dass sich das neue Haus "toll in die bestehende Umgebung einfügt". Es ist die erste Immobilie der städtischen Baugesellschaft in der Innenstadt.

Auch die Gewobau bekommt deutlich zu spüren, dass Bauen immer teurer wird. Für den ersten Bauabschnitt werden nach jetzigem Stand der Dinge neun Millionen Euro bezahlt werden - das ist eine Million Euro mehr, als ursprünglich veranschlagt. "Alleine beim Gewerk Rohbau liegt die Kostensteigerung derzeit zwischen elf und 28 Prozent", berichtet Regenstein. Da müsse versucht werden, an anderen Stellen aufs Geld zu achten. Ein Beispiel ist im neuen Haus offensichtlich: Die Treppenstufen bestehen aus Sichtbeton und sind nicht beschichtet.

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