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Los geht es: Rund 2000 Teilnehmer sind beim Opel-Firmenlauf am Start. Mit der Nummer eins mittendrin Opel-Chef Michael Lohscheller). Fotos: Maraike Stich (5)/Olaf Kern (2)

Bisher heißester Tag 

Opel-Firmenlauf: 2000 Teilnehmer schwitzen bei tropischen Temperaturen 

Am bisher heißesten Tag des Jahres fällt der Startschuss zum Opel-Firmenlauf. Für die einen geht es darum, trotz Hitze sportliche Bestzeiten zu erreichen. Für die anderen um Spaß und genügend Flüssiges.

Rüsselsheim - "Hier ist alles gelb." Ein Zuschauer stellt fest, was nicht zu übersehen ist: "Blitzschnell seit 120 Jahren" steht auf zahllosen gelben T-Shirts. Eindeutig sind Mitarbeiter von Opel in der Überzahl beim Firmenlauf. Ganz vorne am Start im Stadion am Sommerdamm mit der Nummer eins ihr Chef Michael Lohscheller. Hinter ihm mehr als 2000 Teilnehmer, die der Hitze trotzen wollen. Von 2200 sogar spricht Moderator Jochen Heringhaus, der immer wieder die Minuten bis zum Startschuss auf Deutsch, Englisch und auch auf Französisch durchsagt. Mit PSA habe das aber nichts zu tun, versichert er. "Da habe ich gar nicht drüber nachgedacht."

Schöne Abkühlung: Die Werksfeuerwehr sorgte im Opel-Altwerk für ein wenig Erfrischung.

"Das ist der achte Firmenlauf, aber so heiß wie heute war es noch nie", sagt Lohscheller, bevor Oberbürgermeister Udo Bausch die Starterpistole abfeuert. "Laufen Sie einfach ein bisschen langsamer."

Gut vorbereitet

Über den richtigen Laufstil und die Geschwindigkeit für diesen Abend haben sich auch viele der anderen Teilnehmer Gedanken gemacht. "Wir haben uns vorbereitet. Einmal pro Woche haben wir uns nach Feierabend zum Lauftreff verabredet", erzählt beispielsweise Josi Heyne von der August-Fichter-Unternehmensgruppe aus Raunheim einige Minuten vor dem Start. Für eine bestimmte Zeit habe sie aber nicht trainiert. "Alles unter einer halben Stunde ist gut bei den Temperaturen", fügt ihr Kollege Alexander Waldeyer hinzu.

Auch ein gutes Aufwärmprogramm mit Stretching gehört zur Vorbereitung auf den Lauf.

Auch Louis Montaubin von Segula kann sein Ziel knapp zusammenfassen. "Überleben", sagt er lachend. Ina Kim von der Ergotherapie-Praxis Daniela Elbert sieht die kommenden knapp 5,8 Kilometer locker. "Also ich bin noch richtig entspannt."

Einmal durchschnaufen

Auch wenn sich am Abend ein paar Wolken vor die Sonne geschoben haben, sind es gefühlt immer noch gut über 30 Grad. Manche sind bestens gerüstet und haben sich kleine Wasserflaschen umgeschnallt. Andere sehnen den ersten Versorgungsstand herbei, der allerdings erst kurz vor Kilometer vier am Landungsplatz erreicht wird. Wegen der hohen Temperaturen recht spät. Dankbar werden unterwegs die von Anwohnern gereichten Getränke angenommen.

Die Getränkeausgabe bei Kilometer vier ist hochwillkommen.

Als Patrick Andres schließlich nach 19:29 Minuten als Erster ins Ziel einläuft, lässt er sich erst einmal auf den Rasen des Stadions fallen. Nach ein paar Momenten des Durchschnaufens kann er aber schon wieder sprechen. "Ich war schneller als im letzten Jahr", erzählt der 19-Jährige aus Ginsheim. "Ich war gut unterwegs, mag's aber eigentlich gar nicht, von vorne weg zu laufen." Andres ist Leichtathlet, im September wird er ein duales Studium beginnen. Er läuft an diesem Abend im Opel-Trikot.

Für die einen eine sportliche Herausforderung, für die anderen ein großer Spaß

Auch Andrea DeFillipo ist zufrieden. "Es lief sehr gut", sagt der Italiener, nachdem er ins Ziel einläuft. "Es war superheiß auf der Strecke, der heißeste Lauf, bei dem ich je mitgemacht habe", erzählt Norbert Stork von der Firma Jost.

Auch Antoine Rouault ist zufrieden, nachdem er ins Ziel gekommen ist. Sein Lauf-Outfit fällt besonders auf: Auf sein T-Shirt ist eine Lederhose aufgedruckt. "Ich wollte für ein Lächeln sorgen", erklärt er seine Kleiderwahl. Seine Zeit kennt er nicht. "Ich glaube nicht, dass sie gut war. Aber mir ging's um den Spaß."

Geschafft: Das Team vom Rüsselsheimer Echo. Kerstin Schellhaas (von links), Olaf Kern, Sven Westbrock und Stella Lorenz.

Für die einen ist der Opel-Firmenlauf eine sportliche Herausforderung. Ihnen sind die elektronisch gestoppten Zeiten wichtig. Gewertet wird die Gesamtzeit eines Viererteams. Für andere ist das Ganze ein großer Spaß. Drei Teams hat die Sportgruppe Körperwelten von Eintracht Rüsselsheim gemeldet: The Running Dead, The Walking Dead und The Creeping Dead - also die rennenden, gehenden und kriechenden Toten. Sie haben ihren eigenen Versorgungsstand am Landungsplatz. Da gibt es das Bier mit dem Bügelverschluss aus dem hohen Norden - ohne, aber auch mit Alkohol. Kleine Obstler sind ebenso im Angebot, aber tatsächlich auch Wasser. Nach einer ausgiebigen Pause wird weitergelaufen, und auch von dieser Gruppe werden die meisten ins Ziel kommen.

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