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Stadt stellt Fuhrpark auf E-Autos von Renault um - Opel geht leer aus.

Opel geht leer aus

Rüsselsheim stellt Fuhrpark auf Elektroautos um - mit Fahrzeugen von Renault

Die Stadt Rüsselsheim hat sich für Elektroautos von Renault entschieden. Opel konnte sich gegen die Konkurrenz nicht durchsetzen.

Rüsselsheim - Die Stadt stellt ihren Fuhrpark auf Elektro-Autos um. Jetzt äußert sich der Magistrat dazu, warum Wagen von Renault dabei den Zuschlag erhalten haben und der Rüsselsheimer Autobauer Opel leer ausging. Der Umwelt zuliebe sollen zunächst fünf E-Autos des Renault-Models „Zoe“ sollen bis Ende Oktober für die Verwaltungsmitarbeiter zur Verfügung stehen. Die Anschaffung von Kleinwagen, so heißt es jetzt aus dem Rathaus, sei von Anfang bis Ende April produktneutral öffentlich ausgeschrieben worden. Es wurden Kleinwagen ausgeschrieben. 

Opel wurde von der Stadt über die Ausschreibung informiert

Der Fachbereich Umwelt und Planung habe zudem die örtlichen sowie in der Region ansässigen Autohersteller über die Ausschreibung informiert und gebeten, die Information an die Händler weiterzugeben. Auch mit Opel sei gesprochen worden. Sechs Anbieter hätten sich an der Ausschreibung beteiligt und Angebote mit unterschiedlichen Fahrzeug-Marken abgegeben. Nach der rechnerischen und fachlichen Angebotsprüfung seien vier Angebote gewertet worden, darunter auch das Angebot eines Autohändlers, der Opel-Fahrzeuge anbietet.

Renault "Zoe" war billiger, vom E-Corsa wusste die Stadt  nichts

Günstigster Bieter sei aber ein Bieter gewesen, der den Renault „Zoe“ anbot. Zwischen diesem Angebot mit einem Vergabepreis im niedrigen sechsstelligen Bereich und dem höchsten Angebot habe ein preislicher Unterschied von rund 100.000 Euro bestanden. Aus diesem Grund habe der Magistrat auf Basis des Vergaberechts den Auftrag an den günstigsten Anbieter vergeben. Die Stadt habe bereits im Januar 2018 den Antrag auf Fördermittel gestellt, der bewilligt wurde. Das Geld für die Elektrofahrzeuge habe in zwei Margen verwendet werden müssen, einmal in diesem und einmal im nächsten Jahr. Zum Zeitpunkt der Ausschreibung sei bei der Stadt nicht bekannt, dass Opel im Juni einen E-Corsa vorstellt. 

Auf der Webseite des Unternehmens sei er für Spätsommer 2020 angekündigt gewesen. Das Fahrzeug könne zwar derzeit bestellt werden, werde aber erst im nächsten Jahr ausgeliefert. Gefördert würden laut Zuwendungsbescheid des Projektträgers Jülich E-Fahrzeuge und Ladesäulen mit einem Betrag von gut 200.000 Euro. Die Zuwendungen des Bundes stünden überwiegend für dieses Jahr zur Verfügung, für das nächste Jahr gebe es nur einen Rest. Mit Blick auf die Lieferzeiten und die teilweise auslaufenden Leasingverträge der Stadt für Dienstfahrzeuge habe der Auftrag jetzt beschlossen werden müssen. Nächstes Jahr werde es eine weitere öffentliche Ausschreibung geben, ebenfalls über fünf Elektrofahrzeuge. Auch hierüber werde die Stadt die Autohersteller in der Region informieren. sw

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