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Landesliga

Ein Ass aus dem Ärmel gezogen

Zwei starke Torhüter standen im Mittelpunkt des Handballderbys, das Rüsselsheim/Bauschheim gegen Crumstadt/Goddelau mit 25:23 gewann.

Der neue Torwart erwies sich auf Anhieb als Glücksgriff: Nach ein paar Trainingseinheiten hatte sich der 22-jährige Marcel Chantre für einen Wechsel zu den Handballern der MSG Rüsselsheim/Bauschheim entschieden. Zuletzt war er im Oktober für den Landesligisten TSV Pfungstadt im Einsatz gewesen. Nach rechtzeitigem Eintreffen der Spielberechtigung wurde Chantre von MSG-Trainer Wladimir Daschevski aus dem Hut gezaubert, und mit ihm als wichtigem Rückhalt zwischen den Pfosten gewann die TuS/SKG-Formation das Kreisduell der Bezirksoberliga Darmstadt gegen den Tabellendritten ESG Crumstadt/Goddelau mit 25:23 (11:9).

Ein rassiges und schwer umkämpftes Derby von zwei alten Rivalen wurde den 160 Zuschauern in der Sporthalle Bauschheim dargeboten. Ein Derby, das aus Sicht der Gastgeber – und vor allem für deren Schlussmann bei seinem Debüt – kaum hätte besser beginnen können. Marcel Chantre war seine lange Spielpause nicht anzumerken. Er hielt anfangs ausnahmslos alles, was Crumstadt/Goddelau in Richtung seines Kastens abfeuerte. Erst nach 13 Minuten gab sich Chantre zum ersten Mal geschlagen. Bis dahin hatte die MSG schon ein 6:0 vorgelegt – und Gästecoach Michael Hauptmann in Form einer frühen Auszeit die Notbremse gezogen.

Allerdings sollte es nicht derart einseitig weiter gehen. Die ESG Crumstadt/Goddelau, die bis dato erst vier Saisonniederlagen quittieren musste, kämpfte sich allmählich in die Partie und schaffte noch im ersten Abschnitt den Anschluss. Auch, weil Torhüter Tim Dornbusch ebenfalls zur Glanzform auflief. Nur gegen die Distanzwürfe des sehr spielfreudigen Yannick Popp sowie die platzierten Abschlüsse von Rechtsaußen Felix Balß war kein Kraut gewachsen.

Die 11:9-Pausenführung von Rüsselsheim/Bauschheim versprach für die zweiten 30 Minuten noch einige Spannung. So kam es auch. Die MSG hielt zunächst eine stabile Drei-Tore-Führung. Nachdem Popp bei einem Siebenmeter den eingewechselten Routinier Marco Voll nicht überwinden konnte, stand es in der 45. Minute nur noch 17:16. Chantre parierte jedoch auch zwei Strafwürfe.

Prompt konterten die nun von Kapitän Matthias Hirsch angetriebenen Hausherren zum 20:16. Die mussten aber kurz darauf beim 21:21 (53.) den Ausgleich hinnehmen. Um sich im Schlussspurt jedoch wieder abzusetzen und den glücklichen, aber verdienten Sieg endgültig unter Dach und Fach zu bringen.

Spielfilm: 6:0, 7:2, 8:5, 9:8, (11:9), 13:10, 15:11, 17:16, 20:16, 21:17, 21:21, 23:21, 25:22, 25:23.

MSG: Chantre, Gommans (bei zwei Siebenmetern); Popp (8/3), Balß (5), Hirsch (4), Sprengard (3/2), Römer (2), Hartmann (1), Kaczmarek (1), Reinheimer (1), Dippel, Zellmann, Daschevski, Cezanne. hpp

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