Heinz Sauer, langjähriger Geschäftsführender Gesellschafter der Rudolf Fritz Gmbh. Mit 90 Jahren spielt er immer noch einmal in der Woche Tennis beim Tennis-Club Rüsselsheim. foto: ralph keim
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Heinz Sauer, langjähriger Geschäftsführender Gesellschafter der Rudolf Fritz Gmbh. Mit 90 Jahren spielt er immer noch einmal in der Woche Tennis beim Tennis-Club Rüsselsheim.

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Aktiv bis ins hohe Alter

Erfolgreicher Unternehmer und engagierter Bürger: Heinz Sauer feiert am 12. April seinen 90. Geburtstag

Rüsselsheim -Sein Name ist untrennbar mit der Rudolf Fritz GmbH verbunden: Heinz Sauer machte als Geschäftsführender Gesellschafter aus dem kleinen Betrieb mit bescheidenen 100 000 D-Mark Jahresumsatz ein mittelständisches Großunternehmen im Bereich der Elektrotechnik. Das ist schon einige Jahrzehnte her, denn Heinz Sauer schied bereits 1996 aus dem Unternehmen aus. Dennoch blickt er noch immer voller Stolz auf sein berufliches Lebenswerk zurück. Auch mit inzwischen 90 Jahren.

Besuch bei Heinz Sauer zu Hause: Der rüstige Senior macht darauf aufmerksam, dass er noch immer aktiv Tennis spielt. "Einmal in der Woche beim Tennis-Club Rüsselsheim, wo ich wahrscheinlich das älteste aktive Mitglied bin." Dann zeigt er die zahlreichen Zeitungsartikel, die in den vergangenen Jahrzehnten über ihn geschrieben worden sind. Zu seinem 90. Geburtstag wird nun ein weiterer dazu kommen.

Geboren in Wiesbaden

Geboren wurde Heinz Sauer am 12. April 1931 in Wiesbaden. Aufgewachsen ist er allerdings in Rüsselsheim, "seinem" Rüsselsheim, wo er bis auf wenige Jahre immer gelebt hat, wie er ebenfalls ausdrücklich betont. Über seine wichtige berufliche Position hat er nicht nur die Rudolf Fritz GmbH geprägt, sondern auch zahlreiche Institutionen, in denen er ebenfalls aktiv war.

Doch zunächst absolvierte Heinz Sauer nach der Schule bei Opel eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Dem folgte ein Studium an der Fachhochschule Darmstadt mit dem Abschluss zum Diplom-Ingenieur. Erste berufliche Sporen erwarb sich der junge Rüsselsheimer in der ersten Hälfte der 1950er Jahre bei AEG in Frankfurt. 1958 wechselte er schließlich zur Rudolf Fritz GmbH, die damals rund 40 Mitarbeiter hatte. Es sollten in den besten Zeiten des Unternehmens weit über 600 Mitarbeiter werden. Als Technischer Leiter und Technischer Geschäftsführer legte er die Grundsteine für einen weiteren wichtigen Einschnitt, der 1970 erfolgte: Heinz Sauer wurde Geschäftsführender Gesellschafter der Rudolf Fritz GmbH, was er bis zu seinem Ruhestand 1996 war. "Ich habe in all diesen Jahren gegenüber dem Unternehmen und den Beschäftigten immer soziale Verantwortung gezeigt", unterstreicht Heinz Sauer. Politisch wollte der Unternehmer immer unabhängig sein. "So konnte ich stets eine klare Meinung vertreten."

Ehrenamtlicher Richter

Doch die Rudolf Fritz GmbH war nicht sein einziges Betätigungsfeld: Sauer war jahrzehntelang Mitglied des Verwaltungsrats der Allgemeinen Ortskrankenkasse Hessen. Er engagierte sich mehr als 25 Jahre lang als ehrenamtlicher Richter an Arbeitsgerichten: von 1971 bis 1976 in Darmstadt, anschließend bis 2000 in Frankfurt. Er war Mitglied im Vorstand des Bundesverbands der Energieabnehmer, im Arbeitgeberverband der Hessischen Metallindustrie und im Tarifverband des Fachverbands des Hessischen Elektrohandwerks. Und als Vater von zwei Söhnen amtierte er 1971 bis 1980 als Vorsitzender des Stadtelternbeirats, zu dessen Mitbegründern er zählte. Angesichts des Engagements ist es nicht verwunderlich, dass ab 1981 viele Ehrungen erfolgten. Sie reichen vom Stadtwappen in Silber der Stadt Rüsselsheim, dem Ehrenbrief des Landes Hessen über die AOK-Ehrennadel in Gold und die Verdienstmedaille der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen bis hin zum Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. ralph keim

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