Horst Staengle (links) ist jetzt Ehrenvorsitzender der Gemeindevertretung, Wilfried Zink Ehrenbeigeordneter.
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Horst Staengle (links) ist jetzt Ehrenvorsitzender der Gemeindevertretung, Wilfried Zink Ehrenbeigeordneter.

CDU und SPD bringen Antrag durch

Der Altsee wird verfüllt

In der letzten Gemeindevertretung der zu Ende gehenden Legislaturperiode haben die Fraktionen noch einmal einiges auf den Weg gebracht. Die Dauer der Sitzung brach alle Rekorde.

Von RALPH KEIM

Ohne Gegenstimmen bei vier Enthaltungen aus den Reihen der GLT hat die Vorlage zur an der Kantstraße geplanten Filiale von Aldi erstmals die Gemeindevertretung passiert. Wegen zahlreicher Bedenken, besonders seitens der Anwohner, erfolgt die Erschließung der neuen Filiale nicht wie ursprünglich geplant über die Kantstraße. Vielmehr sollen Lieferanten und Kunden den Aldi über den bereits bestehenden Kreisel anfahren.

Verpflichtung bleibt bestehen

In der Treburer Aldi-Filiale sollen rund 1100 verschiedene Artikel auf 1100 Quadratmetern Verkaufsfläche angeboten werden. 70 Parkplätze stehen den Kunden zur Verfügung. Die Eröffnung könnte dann im Herbst oder im frühen Winter 2017 erfolgen. Ebenfalls Thema der Sitzung war die geplante Verfüllung des 13 Hektar großen Altsees bei Geinsheim.

Die Verpflichtung zur Verfüllung bleibt bestehen, was eine knappe Mehrheit aus CDU und SPD durchbrachte. Wäre Trebur auf die Forderungen von Dyckerhoff eingegangen, so die Argumentation, würde das Unternehmen einen Freibrief für „unendlich viele“ weitere Auskiesungen ohne die Verpflichtung der anschließenden Verfüllung bekommen, unterstrich Willi Girresch (SPD), dem sich die CDU anschloss.

Zu dem Thema hatte die Verwaltung im Januar Gespräche mit der Firma Dyckerhoff geführt. Demnach habe das Unternehmen mitgeteilt, dass noch keine Fremdmaterialien in den Altsee gekippt werden. Dies werde aber ab März der Fall sein, wenn bis Ende Februar keine verbindliche Einigung beziehungsweise Regelung zwischen Dyckerhoff und der Gemeinde Trebur getroffen werden, was mit dem Beschluss der Gemeindevertretung der Fall ist.

Die Bürgerinitiative gegen die Verfüllung hat im Vorfeld der Sitzung der Gemeindevertretung kritisiert, dass der Kommune erhebliche Einnahmen verloren gehen, wird der Altsee verfüllt. Die BI nennt als Beispiel den Leeheimer Riedsee, der als Badesee jährlich 100 000 Euro abwerfe. Die FDP brachte einen Antrag durch, dass die Verwaltung Nutzungsmöglichkeiten für den offen bleibenden „Restsee“ erarbeitet.

Bei drei Enthaltungen passierte eine Verwaltungsvorlage das Gremium, wonach Mitglieder der Einsatzabteilungen der Feuerwehren die Schulungsräume der Gerätehäuser kostenlos für private Veranstaltungen nutzen können. Auf einen einstimmig verabschiedeten Eilantrag der SPD hin soll der noch bis Ende April amtierende Gemeindevorstand schnellstmöglich bei den zuständigen Ministerien des Landes eruieren, ob Trebur in das Programm zur Dorfentwicklung aufgenommen werden kann und unter welchen Bedingungen dies möglich sei. Auf Antrag der GLT wird sich die neue Gemeindevertretung damit beschäftigen, ob vor den Sitzungen der Gemeindevertretungen eine Fragestunde angeboten werden soll.

Post schließt Ende Mai

Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU) teilte mit, dass die Post ihre Filiale in der Astheimer Straße zum 31. Mai schließen wird. Allerdings prüfe die Post bereits mehrere neue Standortmöglichkeiten. Es könne davon ausgegangen werden, dass zum 1. Juni an anderer Stelle in Trebur wieder eine Postfiliale eröffnen werde. Zu Mitgliedern des Stiftungsrates der Lucy-Weinert-Stiftung wurden Thomas Bender, Barbara Fuchs, Berthold Stadion, Winfried Ickler, Günter Seemann und Heike Staengle gewählt.

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