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Anwohner ärgern sich über Parken in der Richard-Wagner-Straße

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Ärger in der Richard-Wagner-Straße: Anwohner beklagen die Parksituation im Wohngebiet. Jetzt fordert ein Anwohner die Stadt auf, eine neue Regelung zu finden.

Dienstagvormittag, zehn Uhr: In der Richard-Wagner-Straße herrscht reger Verkehr. Paketdienste sausen an den frei stehenden Einfamilienhäusern vorbei, Menschen parken ihre Autos dicht an dicht am Straßenrand. Für so einen gewöhnlichen Wochentag ist in dem Wohngebiet ganz schön was los. „Aber ungewöhnlich ist das eigentlich nicht“, sagt Anwohner Thomas Wissler. Und dass es in der Straße regelmäßig zu Verkehrsproblemen komme, das sei ebenfalls nicht ungewöhnlich.

Lösung gesucht

Lehrer der nahe gelegenen Max-Planck-Schule parken ihre Autos in der Straße – daran habe man sich gewöhnt, heißt es. Und auch daran, dass sich nur wenige Autofahrer an das Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde halten. „Seit die Straße vor einigen Jahren auf der einen Seite erneuert wurde, kann man das auf dem Asphalt niedergeschriebene Tempolimit nicht mehr erkennen.“ Doch müsse dringend eine handhabbare Regelung für die angespannte Parksituation her, meint Wissler. Und er berichtet zudem: „Seit einigen Jahren ist das einseitige Halteverbot zwischen Walter-Flex-Straße und Uthmannstraße aufgehoben. Im Klartext: Man darf seither auf beiden Seiten parken, allerdings nur ordnungsgemäß mit allen vier Rädern auf der Fahrbahn“, sagt der Anwohner. „Das Auffahren auf den Bürgersteig ist nicht zulässig und führt zu schmerzhaften Verwarnungsgeldern in Höhe von 20 Euro, wenngleich die Bürgersteige breit genug wären, um auch bei falsch parkenden Fahrzeugen ein Passieren mit Rollstuhl oder Kinderwagen zu ermöglichen“, so die Meinung des Anwohners. „Parken jedoch alle Fahrzeuge ordnungsgemäß, kommen breitere Fahrzeuge wie Sanitätsfahrzeuge, Notarzt, Müllabfuhr oder aber auch Paketdienste nicht mehr durch.“ Regelmäßige Hupkonzerte in der Straße, lautstarkes Geschimpfe der Fahrer und das Herausklingeln der Anwohner seien die Folge der Parksituation, und das zum großen Missfallen der Hausbesitzer.

Ein weiteres Problem laut Wissler: „Bei vorschriftsmäßigem Parken kommt es des Öfteren zu Beschädigungen an den parkenden Fahrzeugen. Erst neulich wurde einem geparkten Auto der Außenspiegel abgefahren, das führt zu schmerzhaften Kosten.“

Keine Veränderungen

Nach Wissler seien diese Klagen dem Ordnungsamt durchaus bekannt. Doch käme es zu keiner Veränderung. Der Anwohner nennt einen einfachen Grund: „Diesem Wissen zum Trotz, hält man seitens der Behörde jedoch an dem ,vorschriftsmäßigen Parken’ fest, verteilt weiterhin Knöllchen, schröpft den Bürger und füllt die gähnend leere Stadtkasse. Wehe dem, der einen Notarzt braucht, der kommt dann halt später oder auch gar nicht, Hauptsache den Vorschriften wurde Genüge getan.“ cp

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