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Ausnahmsweise bleibt die Leinwand weiß

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Entspannen im Kellerkino beim Jahresabschluss des Kino- und Kulturvereins.
Entspannen im Kellerkino beim Jahresabschluss des Kino- und Kulturvereins. © Rüdiger Koslowski

Zum Jahresabschluss ist der Kino- und Kulturverein grundsätzlich zufrieden. Im kommenden Jahr wartet der Verein mit einigen Neuerungen auf.

Die Leinwand blieb an diesem Abend im Kellerkino des Kino- und Kulturvereins ausnahmsweise weiß. Und auf dem kleinen Platz vor der Leinwand ordneten die Helfer eifrig Tische und Stühle zu einer festlichen Tafel an. In unmittelbarer Nähe stellten andere Mitglieder derweil ein opulentes Menü zusammen.

Der Kino- und Kulturverein traf sich zu seinem traditionellen Jahresabschluss im Kinosaal im Stadtzentrum zum Schlemmen und zum Schwätzen. Und das natürlich nicht, ohne einen kurzen Blick auf das zu Ende gehende Jahr und einen längeren Blick auf das kommende Jahr zu werfen.

1100 Zuschauer bei den Vorstellungen

Der zweite Vorsitzende Michael Kapp berichtete von 1100 Zuschauern der Vorstellungen. Vorsitzender Jörg Latsch äußerte denn auch Zufriedenheit. „Vor sechs Jahren hätte das niemand vermutet“, meinte er vor rund 30 Anwesenden. Ebenso lange gibt es den Verein.

Besonders zufrieden sind die Kino-Fans mit den drei Open-Air-Vorstellungen. Endlich spielte auch einmal das Wetter an allen drei Terminen mit. „Wir haben das Gefühl, dass sich die drei Tage gelohnt haben“, meinte die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Birgid Latsch im Gespräch mit der Presse. Zum ersten Mal kooperierte der Verein mit dem Barmixer Rafael Nauheimer. Die Cocktails seien gut angekommen.

Beim regulären Kinoprogramm habe der Film „Honig im Kopf“ am meisten Zuschauer angezogen. Das Kino sei mit mehr als 80 Menschen ausverkauft gewesen, berichtete Birgid Latsch. Die Termine für das Open-Air-Kino im kommenden Jahr stehen bereits fest. Der Kino- und Kulturverein baut die Leinwand am 8. Juli, 9. Juli und 16. Juli wieder am Rathausplatz auf. Die Filme sind allerdings noch nicht ausgewählt.

Im vergangenen Jahr nahm der Verein erstmals eine Sonntagsmatinee mit in sein Programm auf. Das Angebot richtet sich an Familien. Möglichst viele Familienmitglieder sollen gemeinsam ins Kino gehen und sich die Vorstellung ansehen. Beim ersten Mal kamen 36 Besucher. Der Verein hätte sich aber mehr erhofft, räumte Birgid Latsch ein.

Am 14. Februar, 11 Uhr, steht die nächste Familienvorstellung an. Der Titel wird nicht genannt, schließlich soll er eine Überraschung sein. Dafür ist der Eintritt frei. Die nächste Matinee ist dann am 3. April, um 11 Uhr mit dem Dokumentarfilm „Magie der Moore“.

Da die Spätvorstellungen in der Vergangenheit nicht so gut wie erhofft angenommen wurden, hat sich der Kino- und Kulturverein eine weitere Neuerung überlegt. Bei den Spätvorstellungen ab 22 Uhr ist jetzt der Eintritt frei, dafür wird aber auch der Titel vorher nicht genannt. „Wir wollen mal schauen, ob die Uhrzeit dann besser angenommen wird“, kündigte Birgid Latsch an.

Der Verein startet übrigens im neuen Jahr am Samstag, 9. Januar, um 20 Uhr mit seinem neuen Programm. Den Auftakt macht die spanische Komödie „Acht Namen für die Liebe“. Um 22 Uhr folgt die Spätvorstellung mit dem Überraschungsfilm.

Der Altersdurchschnitt ist gesunken

An eine Theatervorstellung werde im ersten Halbjahr noch nicht gedacht, so Birgid Latsch. Ideen würden durchaus durch die Köpfe schwirren. Aber der Verein müsse noch Termine ausloten.

Der Kino- und Kulturverein zählt derzeit rund 70 Mitglieder. Die Bemühungen, den Altersdurchschnitt zu senken, haben sich offenkundig bezahlt gemacht. „Inzwischen haben wir auch jüngere Mitglieder“, berichtete Birgid Latsch. Damit meinte sie Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren. In der Altersgruppe haben sich mittlerweile einige dem Verein angeschlossen. rko

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