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Der Besitzer dieses Motorrads wird ordentlich schrubben müssen, um die Schmierereien wieder weg zu bekommen.

Fünf Betroffene haben Anzeige erstattet

Autos und Motorräder mit Hakenkreuzen beschmiert

Zahlreiche Autos und Objekte wurden am Wochenende von einem Unbekannten mit Hakenkreuzen und Obszönitäten beschmiert. Die Tiernahrungskette Fressnapf wurde vielfach Opfer der Beschimpfungen. Rudolf Böhm, Gesellschafter des Unternehmens, ist fassungslos.

Von ALEXANDER WÄCHTERSHÄUSER

Mehrere Autos, Wohnwagen, Wohnmobile und Anhänger wurden am vergangenen Wochenende, vermutlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag, in der Königstädter Straße in Rüsselsheim mit mit Hakenkreuzen, antisemitischen Sprüchen und Obszönitäten beschmiert.

Auch ein Motorrad und die Eingangstür zu einem Ausstellungsraum eines Fahrradhändlers in der Straße blieben nicht verschont. Die Schadensumme dürfte sich auf mehrere Tausend Euro belaufen, wenn sich die Schmierereien nicht entfernen lassen.

Der oder die Vandalen haben beim Zug durch die Straße einen wasserfesten Filzschreiber benutzt, dessen Farbe sich nur mit Mühe wieder entfernen lässt – wenn die Spuren von Lack und Plastik überhaupt komplett verschwinden, ohne dabei die Oberfläche zu beschädigen.

„So etwas habe ich in 25 Jahren in Rüsselsheim noch nie erlebt“, meint einer der Betroffenen, dessen Wohnwagen beschmiert wurde. Den habe er eigentlich verkaufen wollen, Interessenten habe es bereits gegeben. „So nimmt den jetzt niemand mehr“, sagt der Wohnwagenbesitzer verärgert.

Auffällig ist, dass vielfach die Tiernahrungskette Fressnapf Opfer der Beschimpfungen und Obszönitäten wurde. Auch der Name Böhm taucht mehrfach auf. Die Böhm GmbH betreibt mehrere Fressnapf-Märkte, unter anderem auch den in Rüsselsheim. Rudolf Böhm, Gesellschafter des Unternehmens: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, ich bin fassungslos.“ Einen wirklichen Reim könne er sich nicht darauf machen, weshalb sein Name und der Name seiner Firma auf die Autos geschmiert wurde. Ähnliche Vorfälle habe es in der Vergangenheit nicht gegeben und er und seine Familie seien auch nicht bedroht worden oder ähnliches. Nach Angaben der Polizei haben inzwischen fünf Betroffene Anzeige erstattet. „Wir vermuten aber, dass es noch weitere gibt, die noch nicht bei uns waren“, sagt ein Polizeisprecher. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen, wolle aber zunächst einmal einen Gesamtüberblick über alle Einzelfälle bekommen, ehe sie sich weiter dazu äußert. göc

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