Die Stadtunterführung in der Friedensstraße ist einseitig gesperrt für den Verkehr in die Innenstadt hinein. Das soll sich ändern, spätestens Ende Oktober. archivFOTO: ittmann
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Die Stadtunterführung in der Friedensstraße ist einseitig gesperrt für den Verkehr in die Innenstadt hinein. Das soll sich ändern, spätestens Ende Oktober. archivFOTO: ittmann

Verkehr

Autos sollen besser in die Stadt kommen

  • Olaf Kern
    VonOlaf Kern
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Baustadtrat will die Unterführung freigeben, um für Entlastung zu sorgen

Rüsselsheim -Die Sperrung der Unterführung in der Friedensstraße in Richtung Innenstadt soll noch in diesem Monat aufgehoben werden. Gleichzeitig soll die Spur auf der anderen Seite, die aus der Innenstadt hinausführt, gesperrt werden. Das kündigte Baustadtrat Nils Kraft (SPD) zuletzt als Reaktion auf Beschwerden auch vom Rüsselsheimer Gewerbeverein in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses an. Dadurch werde die Einfahrt in die Innenstadt schon mal einfacher, so Kraft. Die Baustellen in der Stadtunterführung und an anderen zentralen Punkten hatten in den vergangenen Wochen für viele Staus und damit Frust bei Autofahrern gesorgt.

Kritik des Gewerbevereins

Der Gewerbeverein befürchtete nach Aussagen vieler Händler Umsatzeinbußen, weil Kunden nicht mehr so einfach in die Innenstadt gelangten.

Die Vorsitzende des Gewerbevereins, Enza Mannino, hatte im jüngsten Bauausschuss die gesammelte Kritik an der Baustellenorganisation in den vergangenen Monaten noch einmal mit deutlichen Worten vorgetragen. Auch auf dem Wochenmarkt hätten ihr Händler von weniger Kunden berichtet, die stattdessen lieber nach Trebur oder nach Mainz fahren würden.

Vor allem beschwerte sich Mannino aber über die Informationspolitik aus dem Rathaus. Selbst in den regelmäßigen Austauschrunden des Oberbürgermeisters mit dem Gewerbeverein habe man auf die Baustellen nicht rechtzeitig hingewiesen. Erfahren hätten der Gewerbeverein und seine Mitglieder von den Baustellen erst über die Online-Seite der Stadt. "Das reicht nicht aus", so Mannino. Solche Baustellen müssten abgestimmt und kommuniziert werden. Der Handel und die Wirtschaft seien schließlich der Motor dieser Stadt. Mannino forderte darüber hinaus noch weitere kurzfristige Lösungen von Stadtrat Kraft für die jetzige Situation, Kraft zeigte sich zunächst überrascht darüber, dass der Gewerbeverein und die Mitglieder nicht vom OB in den Austauschrunden in Kenntnis gesetzt wurden. Kraft entschuldigte sich für den Magistrat und räumte ein: "Die Kommunikation muss beim nächsten Mal besser werden."

Kontakt mit Hessen Mobil

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass man bei der Baustelle auf dem Rugbyring nur begrenzt Einflussmöglichkeiten hätte, da diese von Hessen Mobil betrieben würden. Die Stadt Rüsselsheim müsse zwar gehört werden, das sei aber auch schon alles.

Dennoch werde er noch einmal in Kontakt mit der Straßenbehörde treten, um auch auf eine bessere Informationspolitik zu drängen, da man meist sehr kurzfristig über eine Veränderung der Baustelle erfahre. Zudem wolle er mit Hessen Mobil die Möglichkeit besprechen, die fertigen Fahrbahnen des Rugbyrings zumindest teilweise schon freizugeben und Markierungsarbeiten erst später vorzunehmen. ok

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