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Badespaß für Vereine in Rüsselsheim wird teurer

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Für die Vereine wird es teurer. Würde die Nutzung wie bislang kostenfrei bleiben, befürchtet die Stadt, dass die steuerlichen Ersparnisse schrumpfen könnten.
Für die Vereine wird es teurer. Würde die Nutzung wie bislang kostenfrei bleiben, befürchtet die Stadt, dass die steuerlichen Ersparnisse schrumpfen könnten. © Petra Hackert

Das Konzept für das neue Hallenbad an der Lache sieht eine Nutzungsgebühr für Vereine vor. Für Privatpersonen soll das Schwimmen hingegen billiger werden.

Wenige Monate vor Eröffnung des neuen Hallenbades an der Lache gibt es nun auch ein Nutzungskonzept. Aus dem geht unter anderem hervor, wann welche Nutzergruppen die Becken benutzen dürfen, wann sich die Öffentlichkeit in das kühle Nass stürzen darf und wie tief für den Eintritt in die Tasche gegriffen werden muss. SPD, Grüne, Linke / Liste Solidarität und WsR hatten in einem gemeinsamen Antrag bereits im vergangenen Jahr das Nutzungskonzept gefordert.

Die gute Nachricht für alle Schwimmer in Rüsselsheim, die nicht in Vereinen oder anderen Institutionen organisiert sind: Der Eintritt wird – im Vergleich mit den Preisen im alten Lachebad vor dessen Schließung – billiger. Die Preisanpassung soll moderat ausfallen und begründe sich etwa mit dem Wegfall des Erlebnisbereichs.

Günstige Tageskarten

Trotz anderer Faktoren, wie dem allgemeinen Preisanstieg seit 2012, wirken sich die dämpfenden Faktoren so stark aus, dass ein Erwachsener statt 5,40 Euro für die Tageskarte künftig lediglich noch 4,50 Euro bezahlen soll. Die Tageskarte für Kinder und Jugendliche wird ebenfalls günstiger. Sie soll in Zukunft 2,50 Euro kosten. Bei den Stundenkarten gehen die Preise zwar leicht nach oben, dafür ist mit ihnen aber auch eine längere Nutzungsdauer verbunden.

Ganz so rosig sieht es für Vereine und Institutionen, die das Bad nutzen, künftig nicht aus. Von ihnen wird eine Nutzungsgebühr pro Stunde und Bahn erhoben. Bei Erwachsenen wie den Frühschwimmern beträgt diese vier Euro, bei Kindern und Jugendlichen zwei Euro. Auswärtige Vereine bezahlen 8 Euro pro Stunde und Bahn, gewerbliche Anbieter werden mit 15 Euro zur Kasse gebeten.

Treffen wird dies vor allem die Vereine, die das Bad für ihre Trainingszeiten benötigen. Das sind vor allem der Rüsselsheimer Schwimmclub (RSC), die Turngemeinde (TG) und die DLRG Rüsselsheim. Kalkuliert wird derzeit mit 56 Belegungsstunden für den Schwimmclub, 72 für die TG und 14 für die DLRG. Die monatlichen Kosten liegen somit für die DLRG bei 184 Euro, für den RSC bei 572 und für die TG bei 584 Euro. Jedoch könnten unter Umständen bis zu 88 Prozent der Kosten zurückerstattet werden.

Damit die Stadt in den Genuss steuerlicher Vorzüge durch den Betrieb des Schwimmbades kommen kann, dürfen jene Zeiten, in denen das Schwimmbad unentgeltlich genutzt wird, einen bestimmten Anteil nicht überschreiten. Würden die Nutzung durch Vereine und das Frühschwimmen wie bislang kostenfrei bleiben, befürchtet die Stadt, dass die steuerlichen Ersparnisse um 65 Prozent schrumpfen könnten. Dies würde die ohnehin bereits um mehrere Millionen angestiegenen Bau- und Planungskosten des Hallenbades noch einmal aus dem Ruder laufen lassen.

Zusätzliche Stunden

Nicht nur die Preise, auch die Öffnungszeiten wurden nach Gesprächen mit den künftigen Hauptnutzern des Bades angepasst. So hat sich der Nutzungsanteil von Schulen um zehn Stunden pro Woche im Vergleich zu den Jahren bis 2013 erhöht. Vereine sollen fünf zusätzliche Wochenstunden erhalten. Dafür sinkt der Anteil der öffentlichen Nutzung von 45 Stunden pro Woche auf 38.

Für die Öffentlichkeit soll das Bad künftig dienstags, mittwochs und freitags von 15 bis 21 Uhr sowie samstags von 8 bis 20 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet haben. Montags und donnerstags soll es für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben. Schulen sollen vor allem in den Zeiten bis zum frühen Nachmittag Platz im Becken reserviert bekommen, danach sind die Vereine dran.

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