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Ein Reh verendete im Bauschheimer Wald.

Bauschheimer Wald

Illegale Falle: Reh qualvoll in Schlinge verendet

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Eine Spaziergängerin ist am Sonntagvormittag auf ein qualvoll zu Tode gekommenes Reh im Bauschheimer Wald aufmerksam geworden.

Dem Ginsheimer Jagdpächter Manfred Schrepfer zufolge schlug der Hund der Frau auf den Kadaver des Tieres an, das mit dem Kopf in eine an einem Baum befestigte Drahtschlinge geraten war. Daraufhin sei er zum Fundort gerufen worden, da der eigentlich zuständige Bauschheimer Jagdpächter verhindert gewesen sei. Der Grad der Verwesung des Kadavers habe daraufhin gedeutet, dass die Ricke, so lautet Ausdruck für ein Weibchen in der waidmännischen Fachsprache, bereits mehrere Tage tot war. Von sich im Innern des Körpers ausbreitenden Gasen sei dieser schon ganz „dick“ gewesen.

War das verendete Tier trächtig?

Der Tod, da ist sich Schrepfer sicher, muss für das Tier qualvoll gewesen sein. Zudem vermutet er, dass die Ricke trächtig war. „Dann ist das doch das Letzte“, echauffiert er sich. Als Täter vermutet er Wilderer, die es auf das Fleisch abgesehen haben.

Die Drahtschlinge sei zwar ohne Köder am Baum befestigt worden, dafür aber in der Nähe eines Wildwechsels, so dass die Täter auf ein sich darin verfangendes Tier spekulieren konnten. Ähnliche Schlingen hätten Unbekannte bereits vor ein paar Jahren in seinem Ginsheimer Jagdrevier angebracht. Jetzt wolle er gemeinsam mit dem dortigen Pächter im Bauschheimer Wald nach weiteren Schlingen suchen.

Verendetes Reh: Polizei wurde verständigt

Ehe er den Kadaver im Auftrag des Bauschheimer Jagdpächters entsorgt habe, sei auch die Polizei verständigt worden. Diese ermittelt nun, wie aus dem Bericht der Beamten hervorgeht, wegen Jagdwilderei und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen, die im dortigen Bereich verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Unter Telefon (06142) / 6960 bittet die Polizeistation Rüsselsheim um Hinweise.

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