Richtfest in der künftigen Wohnanlage für alte Menschen

Bauschheim: Die Senioren nicht vergessen

Ziemlich genau ein Jahr nach dem ersten Spatenstich konnte die Baugesellschaft Gewobau zum Richtfest für die Seniorenwohnanlage „Im großen Eichen“ in Bauschheim einladen. Der Termin stieß bei den Ortsansässigen auf großes Interesse.

Den Lebensabend zu Hause verbringen zu können, das ist ein Wunsch, den viele Menschen haben. Wenn das aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist, dann wäre es für viele sicher die zweitbeste Wahl, im vertrauten Heimatort einen Platz in einem Wohnheim zu bekommen.

Dass dies nun bald auch in Bauschheim möglich sein wird, erachteten sowohl Gewobau-Geschäftsführer Torsten Regenstein als auch Bürgermeister Patrick Burghardt (CDU) in ihren Begrüßungsworten als echten Gewinn. Mehr als 100 Interessenten gebe es bereits, verkündete Regenstein, darunter seien auch viele Bauschheimer.

Ein weiterer Pluspunkt sei, dass sich die Wohnanlage mitten im Ortskern befindet, sagte Burghardt. Er verwies auf die guten Erfahrungen, die in Rüsselsheim mit einem zentralen Wohnangebot für Senioren gemacht worden seien.

36 Wohnungen werden, wenn alles nach Plan läuft, in einem Jahr bezugsfertig sein, 27 davon barrierefrei, neun rollstuhlgerecht mit einer, laut Gewobau, Ausstattung für gehobene Ansprüche. Die Größe der Ein- bis Dreizimmerwohnungen bewegt sich zwischen 30 und 100 Quadratmetern. Auch an Parkplätze und Fahrradstellflächen wurde gedacht.

Zwei Höfe mit den poetischen Namen Hof Morgenrot und Hof Abendrot sollen den zukünftigen Bewohnern ermöglichen, bei entsprechendem Wetter sowohl die Morgen- als auch die Abendsonne voll auszukosten. Das zukünftige Bewohnercafé hatte schon ein Jahr vor der offiziellen Inbetriebnahme seine ersten Gäste, am Anschluss an Ansprachen und Richtspruch waren dort alle Anwesenden zu einem Imbiss eingeladen.

Aber schon zuvor wurden die Interessierten, die in großer Zahl erschienen waren, bei musikalischer Untermalung durch den Musikzug der SKG Bauschheim, mit Sekt, Kaffee und herzhaften Snacks versorgt.

Der traditionelle Richtspruch wurde von Armin Borngesser für den Treburer Bauunternehmer Günter Dörhöfer vorgetragen. In seinen launigen Reimen betonte er, „dass ein Volk das menschlich ist, seine Senioren nicht vergisst“, und er erhob zum Schluss sein Glas dreimal: einmal für die Bauherrschaft, dann für die Architekten und schließlich für die Handwerker, wie es der Brauch ist.

Gewobau-Pressesprecherin Petra Löhr freute sich: „Hat alles gut geklappt“, sagte sie, nachdem die Richtkrone am Kran in Richtung Innenhof gewandert und dort unter dem Applaus der Anwesenden abgesenkt worden war. Und nicht nur die kleine Feier, auch das ganze Bauvorhaben sei bisher ohne nennenswerte Pannen oder Probleme abgewickelt worden, sagte Löhr.

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