Bauschheimer Ehepaar opfert seit Jahren seinen Sonntag

Dass es gerade in den Rüsselsheimer Stadtteilen durchaus noch engagierte Wahlhelfer gibt, zeigt das Beispiel des Ehepaars Lange. Luise und Bernhard Lange aus Bauschheim opfern im Dienste der Demokratie

Dass es gerade in den Rüsselsheimer Stadtteilen durchaus noch engagierte Wahlhelfer gibt, zeigt das Beispiel des Ehepaars Lange. Luise und Bernhard Lange aus Bauschheim opfern im Dienste der Demokratie seit rund anderthalb Jahrzehnten ihre Sonntage. Das Rentner-Paar ist vielseitig ehrenamtlich engagiert. Er sitzt für die Bauschheimer freie Liste im Ortsbeirat, sie arbeitet freiwillig in der Bücherei.

Doch der Einsatz als Wahlhelfer ist den beiden ein ganz besonderes Anliegen. „Wir können dankbar sein, dass wir in einem freien Staat leben. Da hat man als Bürger die Verantwortung, auch etwas zurückzugeben“, ist Luise Lange überzeugt. Deshalb finde sie es auch in Ordnung, dass Bürger, die sich weigern, im Wahl-Lokal zu helfen, sanktioniert werden. Ihr Mann ergänzt: „Demokratie ist uns wichtig, deshalb wollen wir die Wahlen unterstützen.“

Beide sind in verschiedenen Wahl-Lokalen in der Otto-Hahn-Schule im Einsatz. Sie als Wahlvorsteherin, er als Stellvertreter. „Ich habe mich langsam hochgedient“, scherzt Luise Lange. Für ihren verantwortungsvollen Posten hat sie eigens spezielle Schulungen besucht. „Wenn ich was mache, möchte ich es auch ordentlich machen“, fügt sie etwas ernster hinzu.

Worauf es für einen reibungslosen Ablauf am Sonntag ankommt? Unter anderem gelte es, bei der Auszählung die richtige Reihenfolge einzuhalten. „Bevor wir die Stimmen nach Parteien sortieren, schauen wir zunächst, ob die Zahl der Wahlzettel überhaupt passt“, erläutert die Wahlvorsteherin.

Wann die meisten Menschen ihre Stimme abgeben? „Nach dem Gottesdienst, nach dem Kaffee am Nachmittag und kurz vor Schluss um 18 Uhr“, sind Luise und Bernhard Lange sich einig. sw

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