Oldtimer

Beim Klassiker-Treffen auf dem Blöchergelände sind jede Menge Schätzchen zu sehen

Freunde klassischer Autos, Lastwagen, Motorräder, Fahrräder und Militärfahrzeuge kamen am Sonntag voll auf ihre Kosten. Bei der siebten Auflage von „F40 meets Classic Cars“ zeigten rund 250 Oldtimer Fans ihre Schmuckstücke her.

Es ist ein ständiges Kommen und Gehen am Sonntag auf dem neu gestalteten Blöchergelände. Neuankömmlingen fahren ihre klassischen Liebhaberstücke auf die weitläufige Ausstellungfläche während der eine oder andere Oldtimer-Besitzer sein Fahrzeug wieder nach Hause fährt. Von 11 bis 15 Uhr geht das so. Etwa 250 historische Autos, Lastwagen, Motorräder, Militärfahrzeuge und Fahrräder werden in dem Zeitraum den zahlreichen Besuchern gezeigt.

Unter ihnen ist auch Ralf Remsperger aus Ingelheim. Er präsentiert seinen Zweisitzer Roadster Morgan +8 aus dem Jahre 1969 mit 150 Pferdestärken. Der Lack des schwarzen Cabrios glänzt mysteriös in der Sonne. Der Morgan sei noch komplett im Originalzustand, erzählt sein Besitzer.

Remsperger berichtet auch von seinem letzten Ausflug mit dem Oldtimer. „Ich bin erst vor Kurzem aus England zurückgekommen. Ich war dort mit meinem Morgan zum 50. Jubiläum der Baureihe in der Fabrik bei Birmingham, wo das Fahrzeug gebaut wurde.“

Die Fahrt auf die Insel sei vor allem nass gewesen. „Es hat sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg nur geregnet“, sagt Remsperger. Das Verdeck des Roadsters habe er trotzdem nicht zugemacht. „Wegen der Sicht“, erklärt der studierte Jurist. So habe er lieber in Kauf genommen, dass sich sein Schmuckstück während der Fahrt in eine Badewanne verwandelt. „Als ich wieder zu Hause war, habe ich die Sitze ausgebaut und in meinem Wohnzimmer getrocknet“, meint der Oldtimer-Fan entspannt.

Dass der Morgan gerade eine derart feuchte Fahrt hinter sich hat, sieht man ihm wahrlich nicht an. Neben dem Gefährt aus dem Jahre 1969 besitze er zudem einen Morgan 4-4 Le Mans Special von 1937. „Ich mag historische Autos eben sehr gerne“, meint der Rheinland-Pfälzer, gibt jedoch zu: „Für den Alltagsgebrauch fahre ich einen modernen PKW.“

Vor zwei Jahren sei das Oldtimer Treffen ins Leben gerufen worden, erst im ganz kleinen Kreis, erzählt Mit-Organisator Heinz Zettl. Im April dieses Jahres hätten sich die Liebhaber klassischer Fahrzeuge dann zum ersten Mal auf dem Blöchergelände getroffen. „Das kam richtig gut an“, erinnert er sich. „Wir hatten 1000 Besucher und 200 Oldtimer hier. An diesem Sonntag habe sich die Zahl der Aussteller und Besucher weiter gesteigert, so Zettl. „Die Leute kommen neben der Ausstellung historischer Fahrzeuge auch wegen der Führung durch die Blöcher-Fabrikhalle“, sagt der Mit-Organisator. „Das bekommt man ja sonst nicht zu sehen.“

Das Besondere des Oldtimer Treffen sei, dass nicht nur Pkw, sondern auch alte Lastwagen, Militär-Jeeps, Motorräder und Fahrräder dabei seien. „Schauen Sie dort“, sagt Zettl und zeigt auf eine Reihe roter Motorräder. „Diese Modelle wurden in den Jahren 1928, 1929 und 1930 gebaut. Von ihnen gibt es nur noch ganz wenige Exemplare.“

Bei den Oldtimern werde den Teilnehmern des Klassiker-Treffens kaum Vorgaben gemacht. Einzige Voraussetzung sei, dass das Fahrzeug älter als 30 Jahre sein muss. So steht ein historischer Fiat neben einem Austin Healey aus den 1960er Jahren.

Zu sehen ist auch ein Jaguar XK 120, bei dem ganz viele verzückte Besucher ihre Smartphone Kamera einsetzen. Oder ein blau-schimmernder Ford Mustang, vor dem einige Besucher träumerisch stehenbleiben und das Automobil verliebt ansehen. Weiter hinten versprüht ein mint-grüner Chevrolet 50er-Jahre-Flair, während eine Gruppe Opel der 4-PS-Reihe – sogenannte Laubfrösche – die 1920er Jahre wiederaufleben lässt.

„Wir wollen das Treffen hier auf dem Gelände jetzt alle zwei Monate veranstalten“, kündigt Zettl an. Der nächste Termin stehe bereits fest. „Am 21. Oktober ab 11 Uhr hoffen wir wieder viele Classic Cars und viele Besucher begrüßen zu können.“

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