Der Städteservice hat den Weg um den Kerbeplatz gestreut. Die Menge des verwendeten Salzes gefällt einigen Anwohnern nicht. Foto: Marcel Seitz
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Der Städteservice hat den Weg um den Kerbeplatz gestreut. Die Menge des verwendeten Salzes gefällt einigen Anwohnern nicht.

Winter

Beim Streuen kommt es auf das richtige Maß an

  • VonDr. Daniela Hamann
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Anwohner in Bauschheim klagen über zu viel Salz - Städteservice stellt Sicherheit in den Vordergrund

Bauschheim -Anfang der Woche schneite es fast in der ganzen Bundesrepublik. Auch das Rhein-Main-Gebiet und Rüsselsheim bekamen einige Flocken ab. Dazu stürzten die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt. Teilweise wird es nachts in der Region gerade bis zu minus acht Grad kalt.

Neben den unzähligen Bewohnern, die vor ihren Haustüren den Gehweg freischaufelten, rückten auch die Mitarbeiter des Städteservice Raunheim/Rüsselsheim aus, um die kommunalen Wege und Straßen von Eis und Schnee zu befreien. An der einen oder anderen Stelle meinten sie es dabei aber offenbar etwas zu gut mit dem Streusalz.

Ein Anwohner des Kerbeplatzes in Bauschheim beschwerte sich bei dieser Zeitung, dass es rund um den Platz mit dem Salzstreuen übertrieben worden sei. Nicht nur er, sondern auch andere Anwohner seien deswegen verärgert.

"Immer pflichtbewusst"

Marcel Seitz leitet die Abteilung Sammlung und Straßendienste des Städteservice. Auf Anfrage erklärt er: "Meine Mitarbeiter streuen nach dem Freischaufeln immer Salz - genauer gesagt normales Natriumchlorid. Im Gegensatz zum Rollsplitt schmilzt dieses Natriumchlorid den Schnee effektiv weg. Sie machen ihre Arbeit immer pflichtbewusst und gut."

So entstünden keine Eisflächen, auf denen die Menschen dann ausrutschen könnten. Zumal die Mitarbeiter nicht den Kerbeplatz selbst, sondern nur den Gehweg darum herum und den Stichweg zum Altglascontainer geräumt hätten.

"Wir streuen immer, wenn es geschneit hat. Die Bürger erwarten das auch von uns, damit sie sicher über die Gehwege laufen können", sagt Seitz weiter. Denn in Deutschland gebe es eine rechtlich verankerte Räum- und Streupflicht.

Dem Eis den Garaus machen

Er habe zudem beobachtet, dass selbst die meisten Anwohner, die um den Kerbeplatz herum wohnen, nach dem Räumen der Gehwege vor ihren Häusern Salz verwendeten, um auch dem letzten Eis den Garaus zu machen.

Natürlich könne es sein, dass es die Mitarbeiter an der einen oder anderen Stelle etwas zu gut gemeint hätten. Allerdings verlaufe die Arbeit anhand der Prämisse: "Wir wollen sichergehen, dass nichts passieren kann."

Seitz verspricht, dass die Mitarbeiter nach dem nächsten Schnee und Eis darauf achten werden, wie viel Natriumchlorid sie mit den Handstreuer auswerfen. Doch zu wenig darf es auch nicht sein, betont er. Dann bilde sich ganz schnell eine gefährliche Eisschicht. Von Daniela Hamann

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