Besuch aus Brasilien in den Opelvillen

Vielleicht gibt es in São Paulo auch bald Führungen für Demenzkranke. Eine Abordnung der gemeinnützigen Organisation SESC holte sich Ratschläge in Rüsselsheim.

Rüsselsheim. Kuratorin und Stiftungsvorstand Dr. Beate Kemfert hatte am Wochenende in den Opelvillen eine Delegation des brasilianischen Serviço Social do Comércio (SESC) zu Gast. Die Besucher waren Juliana Braga de Mattos, Managerin der Organisation, Danilo Santos de Miranda, SESC-Präsident, und Paula Macedo Weiss, Repräsentantin des SESC. Sie waren für ein Projekt in Frankfurt aus São Paulo angereist und nutzten die Gelegenheit, um am Samstagvormittag auch die Opelvillen zu besuchen.

Neben der aktuellen Doppelausstellung „Jörn Vanhöfen – Loop / Sandra Kranich – Dynamic Memory“ interessierten sie sich besonders für die sozialen Projekte der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen und ließen sich von Beate Kemfert unter anderem über die Kunstführungen für Menschen mit Demenz informieren.

In São Paulo unterhält die gemeinnützige Organisation SESC ein breit aufgestelltes Netzwerk von 36 Kulturzentren, von denen die meisten auch sportliche Aktivitäten anbieten. Zum umfangreichen Programm gehören unter anderem Gesundheitsprogramme und Umwelterziehung, Kursangebote in den Bereichen Kunst und digitale Medien, Kampagnen zur Bekämpfung von Hunger und Schulungen im Umgang mit Lebensmitteln.

SESC entwickelt Aktionen des lebenslangen Lernens, um die Menschen durch die Förderung ihrer persönlichen Autonomie, zu Interaktion und Kontakt mit unterschiedlichen Denkweisen anzuregen. Bislang noch nicht dort im Programm sind Führungen für Menschen mit Demenz, und so holten die Gäste sich gezielt dazu den Rat der Opelvillen ein, die auf diesem Gebiet bundesweit eine Vorreiterrolle einnehmen.

Im Rahmen des umfangreichen Begleitprogramms zu den Opelvillen-Ausstellungen sind Führungen für Menschen mit Demenz an den Schließtagen Montag und Dienstag individuell buchbar. Das rund eineinhalbstündige Vermittlungsangebot richtet sich nicht nur an Menschen in Pflegeeinrichtungen, sondern auch an Einzelpersonen in privater Pflege. Anmeldeformulare für Einzelpersonen und Gruppen stehen auf der Homepage der Opelvillen in der Rubrik Service „Für ältere Menschen“ zum Download bereit. Zum organisatorischen Ablauf informieren die Opelvillen auch telefonisch unter (0 61 42) 83 59 07. red

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