Rope Skipping

Bewegte Rüsselsheimer

Emotionaler hätte die Siegerehrung bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Göttingen für die Rope Skipper der TG Rüsselsheim nicht sein können.

Freudentränen flossen bei Anna-Marie Bold, Lena Nachreiner, Florina Schade und Elisa Thar als ihnen die Goldmedaille überreicht wurde. Und auch Trainer Felix Rühl, der das Team seit gut drei Jahren trainiert, konnte es kaum fassen, dass „seine Mädels“ den Titel in der Altersklasse III (12-14 Jahre) geholt hatten. Vorangegangen war ein hervorragender Wettkampf der jungen Springerinnen mit persönlichen Bestwerten in den beiden Speed-Disziplinen.

Für das Open Team (AK I) der Flying Ropes endete der Wettkampf auch mit Tränen – aber nicht vor Freude. Nach den Speed-Disziplinen führend, lieferten sich Janice Dreher, Kira Hölscheid, Johanna Kleinert, Felix Rühl und Liv Sallander einen hochkarätigen und spannenden Wettkampf mit Hanau und Remshalden. Bis zur letzten Disziplin war offen, wer neuer deutscher Meister werden würde. Nach der Hälfte des letzten Freestyles – der Formation – brach bei einer Rüsselsheimer Springerin im Griff die Halterung für das Seil und dieses löste sich aus dem Griff, so dass nicht weitergesprungen werden konnten. Eine Wiederholung der Disziplin war gemäß Regelwerk nicht möglich, da das Seil nicht gerissen war. Somit kam nur eine halbe Übung in die Wertung. Riesige Enttäuschung herrschte bei den Springern, die dem Titel so nahe gewesen waren. Weitere Tränen flossen, als sich herausstellte, dass das Team nur neun Punkte vom zweiten Platz trennte. Als die Mannschaft aber bei der Siegerehrung für den 3. Platz aufgerufen wurde, war Gänsehaut pur angesagt, denn es gab langanhaltenden Beifall von allen Sportlern und Zuschauern. Diese faire Geste tröstete die Springer ein wenig über den Verlust einer besseren Platzierung hinweg.

Riesiger Jubel herrschte beim zweiten AK III-Team der TG: Erstmals bei einer nationalen Meisterschaft am Start, erreichten Mia Geiberger, Kim und Nadja Hofmann, Lea Hofmeyer und Maike Schwemmer nach einem sehr schönen Wettkampf Platz fünf – und qualifizierte sich völlig überraschend für die Europameisterschaft. Somit werden neben dem Open Team auch die beiden TG-Nachwuchsmannschaften im Sommer in Portugal starten.

Auch das Girls-Team mit Charlotte Bernhardt, Thea Fech, Dana Geiberger und Elina Vertzagias, schlug sich wacker. Beim ersten Start in der AK I (18+) belegten sie im Feld der 18 Teams Platz zehn. „Wir werden mit drei TG-Teams bei der diesjährigen Europameisterschaft in Braga vertreten sein. Das kam wirklich überraschend für uns“, freute sich Trainerin Signe Richter. „Doch zunächst steht noch die deutsche Einzelmeisterschaft an, die im Rahmen des Deutschen Turnfests Anfang Juni in Berlin ausgetragen wird. Auch hier hoffen wir, dass sich einige von unseren Springern für die EM qualifizieren können.“ red

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