Mit Ginsheim-Gustavsburg

Bischofsheim beschließt Zusammenlegung der Bauhöfe

Nach dem einstimmigen Beschluss der Bischofsheimer Gemeindevertretung vom Mittwochabend sollen nun die Planungen für die Zusammenlegung der Bauhöfe von Ginsheim-Gustavsburg und Bischofsheim beginnen.

Bei der letzten Sitzung der Bischofsheimer Gemeindevertretung in diesem Jahr winkten die Delegierten den Grundsatzbeschluss zur Zusammenlegung der Bauhöfe von Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg am Mittwochabend einstimmig durch. Genauso wurde entschieden, dass der Abwasserbetrieb von Stadt und Gemeinde zusammengelegt werden soll.

„Es macht Sinn, dass wir mit unserem Bauhof auf das Gelände des Bauhofs von Ginsheim-Gustavsburg ziehen. Der Bauhof der Stadt liegt nicht nur verkehrsgünstig zwischen beiden Kommunen, sondern bringt auch den Vorteil mit, dass sich auf dem Gelände zudem der Abwasserbetrieb ASM befindet“, sagte Bischofsheims Bürgermeister Ingo Kalweit (CDU).

Weiter verfüge der Bauhof von Ginsheim-Gustavsburg insgesamt über größere Maschinen. Es werde nun geprüft, inwiefern die Zusammenlegung der Gemeinde Bischofsheim einen finanziellen Vorteil bringen wird. „Am Personal werden wir sehr wahrscheinlich nichts einsparen können“, so Kalweit. Denn mit weniger Personal sei die Durchführung der Arbeitsaufträge nicht möglich.

In naher Zukunft werden zudem Überlegungen angestellt, was mit dem Areal des Bischofsheimer Bauhofs nach einer Zusammenlegung mit Ginsheim-Gustavsburg geschehen soll, sagte Kalweit. „Die Planungen dazu müssen zusammen mit der Aufsichtsbehörde erfolgen. Für uns als Gemeinde wäre natürlich eine Nutzung für den Wohnbau die erste Wahl. Allerdings liegen wir in der Einflugschneise des Flughafens und gleich neben dem Gelände befinden sich die Bahnschienen. Es ist wahrscheinlich, dass diese Bedingungen der Aufsichtsbehörde nicht gefallen werden.“ Weiter wäre die Umwandlung des Bauhof-Geländes in Gewerbeflächen oder Park-and-Ride-Plätze denkbar, so Kalweit.

Einen gemeinsamen Bauhof zu betreiben, liege in Bezug auf die Kommunen Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg nahe, sagte Ginsheim-Gustavsburgs Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) gegenüber dem Echo. Er habe dieses Thema bereits sehr zeitnah nach Kalweits Amtsantritt mit dem neuen Bischofsheimer Bürgermeister besprochen.

Auch dass der Bauhof von Ginsheim-Gustavsburg gemeinsam genutzt werden soll, sei schnell klar gewesen. „Der Bauhof unserer Stadt liegt zentral“, erklärte Puttnins-von Trotha. Er erwarte nach der Zusammenlegung Einsparungen durch eine bessere Koordinierung und gemeinsame Anschaffungen der beiden Kommunen. Zudem sollen die Betriebskosten reduziert werden. Puttnins-von Trotha betonte auch: „Wir werden nicht am Personal sparen. Wir wollen die Mitarbeiter in den Prozess der Zusammenlegung voll mit einbeziehen. Sie sollen sich mitgenommen fühlen.“

Die Mitarbeiter erhielten schon bei den Planungen und bei der Erstellung des Vertragswerks die Möglichkeit, Anregungen und Wünsche zu äußern, so der Bürgermeister. „Wir haben einige Negativbeispiele aus dem Rhein-Main-Gebiet vor Augen, wo bei Projekten der interkommunalen Zusammenarbeit über die Köpfe der Mitarbeiter entschieden wurde. So soll das hier nicht ablaufen“, machte er deutlich.

Die Zusammenlegung werde frühestens in zwei bis drei Jahren erfolgen, bemerkt Puttnins-von Trotha weiter. Zunächst müsse eine Projektgruppe geschaffen werden. Zudem erfordere der Zusammenschluss der Bauhöfe eine externe Begleitung. Beide Kommunen hätten dafür in ihren Haushaltsbudgets je einen Betrag von zehntausend Euro vorgesehen. Zudem erhielten die Gemeinden für das Projekt Fördermittel vom Land.

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