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Erhard Walther kandidiert für das Bürgermeisteramt.

Bürgermeisterkandidat

„Er brennt für das Amt“

Erhard Walther strebt die Nachfolge Stefan Sauers an. Die Groß-Gerauer Christdemokraten nominierten den 60-jährigen Juristen einstimmig als Kandidaten.

Sechs Kandidaten stehen bereits im Ring, um für das Amt des Bürgermeisters zu kämpfen; jetzt ist ein weiterer hinzugekommen: Erhard Walther von der CDU. Obwohl als – höchstwahrscheinlich – letzter Kandidat am Freitagabend nominiert, ist seine Kandidatur dennoch am längsten bekannt: Schon bei ihrem Sommerfest im August hatten die Christdemokraten keinen Hehl daraus gemacht, wer ihr Mann für die Sauer-Nachfolge sein würde.

So unbestritten war letztlich der 60 Jahre alte Jurist Erhard Walther, dass selbst für den CDU-Ortsverband, der seine Kandidaten stets sorgfältig auszuwählen pflegt, die Nominierung nur noch formellen Charakter hatte. Nach der Stimmenauszählung verkündete Petra Bog: 25 Wahlberechtigte, 25 Mal ja. Mit einer Umarmung gratulierte der frisch „gebackene“ Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer als Erster.

Aber nicht nur die CDU, auch die Kombi/Freie Wähler setzen auf Erhard Walther, woraus sie ebenfalls seit Wochen keinen Hehl gemacht hatten. Am Freitagabend im Hotel Adler waren sie mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Karlheinz Wamser und Fritz Klink vertreten. „Warum“, so Fritz Klink, „sollen wir einen eigenen Kandidaten nominieren, wenn der Beste für die CDU antritt?“

Der stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbandes, Johannes von Richthofen, verwies darauf, dass sich Erhard Walther von dem Zeitpunkt an, als er sich zur Kandidatur entschloss, weitgehend aus der Vorstandsarbeit zurückgezogen habe. „Wir wollten ein sauberes Verfahren“.

Nach einer Mitgliederbefragung Ende 2016 hätten sich mehrere Kandidaten gemeldet, allesamt „Schwergewichte“, bis sich nach oft stundenlangen Gesprächen der Favorit herauskristallisiert habe. Richthofen bezeichnete Erhard Walther als „echten Gerer Bub, der Feuer in sich trägt und für das Amt brennt“.

Dann war der „Gerer Bub“ an der Reihe. Gut eine Stunde lang referierte er über alle Probleme, mit denen sich die Kommunalpolitik augenblicklich in der Stadt befasst und zeigte auf, wie seine Lösungen für die nähere Zukunft aussehen. „Die Kleinsten brauchen unsere Betreuung, aber die Ältesten auch wieder unsere Aufmerksamkeit“, sagte er beispielsweise. Und: „Ich werde dafür kämpfen, dass für das Seniorenhaus Raiss endlich eine umfassende Lösung gefunden wird: Als barrierefreie Begegnungsstätte mit Aufzügen und gerechten Kommunikationsmöglichkeiten.“

Weitere Aussagen: „Kein CDU-Bürgermeister wird auf die Idee kommen, eines unserer beiden Bäder zu schließen“; „wir brauchen frische Ideen für die Jugendarbeit und ein Konzept für das Anne-Frank-Heim“; „der Konflikt mit dem Naturschutz muss jeden Tag neu gelöst werden;“ „wir müssen zu einem offenen Wlan-System in der Stadt kommen;“ „der Bauhof wird eine neue Unterkunft am Nordring erhalten.“ miko

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