Radverkehrsbeauftragte

Brit Scherers Auftrag sind die Radfahrer

Brit Scherer ist beruflich in der Stadtverwaltung tätig und hat dort den Zustand der Straßen im Blick. Jetzt kümmert sie sich auch noch in ihrer Freizeit um die Belange der Radler der Stadt.

Rüsselsheim hat eine neue ehrenamtliche Radverkehrsbeauftragte. Sie heißt Brit Scherer. Der Magistrat hat die Verkehrsingenieurin dazu ernannt, nachdem der bisherige Radverkehrsbeauftragte Mario Schuller zum Jahresende 2017 nach knapp 15 Jahren seine Tätigkeit niedergelegt hatte. „Ich freue mich, dass wir für die vakante Position eine qualifizierte Nachfolgerin gefunden haben“, sagt Oberbürgermeister Udo Bausch.

Scherer lebt seit 1992 in Rüsselsheim und ist zudem im Tiefbauamt der Stadtverwaltung als Verkehrsingenieurin tätig. Ehrenamtliches Engagement ist für sie nichts neues. Auch im Rüsselsheimer RK ist sie aktiv, ist im Verein Ansprechpartnerin für Jugendliche. Und auch im Hessischen Hockey-Bund ist sie im Leistungsportausschuss als Vorstand Jugend aktiv.

Ihre neue Aufgabe werde sie ehrenamtlich außerhalb ihrer Arbeitszeit wahrnehmen, teilt die Stadt mit. Allerdings bringe sie durch ihren Beruf umfassende Sachkenntnisse mit. „Ich fahre sehr gern Fahrrad und sehe viele positive Dinge, aber auch Dinge die verändert werden können“, erklärt Scherer selbst. Durch ihre berufliche Tätigkeit kenne sie außerdem jede Straße in Rüsselsheim. „Ich bin ja für die Zustandserfassung mit zuständig“, erläutert Scherer ihre Beweggründe, das Ehrenamt zu übernehmen.

Zum stellvertretenden ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten hat der Magistrat den Leiter des Tiefbauamts Andras Ekkert bestimmt. Ekkert ist seit 2016 für die Stadt tätig und war zuvor zwei Jahre als ehrenamtlicher Radverkehrsbeauftragter für die Kreisstadt Groß-Gerau tätig. „Dort hatte er auf Grund seiner fundierten Fachkenntnisse als Verkehrsbauingenieur auch das Radverkehrskonzept für die Kommune erstellt und die darin enthaltenen Maßnahmen zum großen Teil umgesetzt“, so die Stadt.

An Arbeit dürfte es den neuen Radverkehrsbeauftragten Ekkert und Scherer nicht mangeln. Zwar hat Rüsselsheim gerade in der Innenstadt die Radwegeführung verbessert und plant dies auch bei künftigen Bauvorhaben ein, etwa an der Adam-Opel-Straße, doch gibt es immer noch mehr als genug Schwachstellen im Radwegenetz innerhalb Rüsselsheims. Und auch über die Stadtgrenzen hinaus besteht Verbesserungsbedarf. Während in der Rhein-Main-Region mehrere Radschnellwege geplant sind, bleibt Rüsselsheim dabei bislang weitestgehend außen vor.

Für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Hessen ist die Berufung einer im Dienst befindlichen Mitarbeiterin der Stadt zur ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten eine ungewöhnliche Entscheidung. Schlecht müsse diese aber nicht sein. „Es kommt drauf an, was man draus macht“, so der Verband. göc

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