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Das alte Rüsselsheimer Hallenbad ist Geschichte. Die Eröffnung des neuen Lachebads ist für diesen Frühling angesagt ? die Eintrittspreise sollen jetzt schon mal angepasst werden. Foto: Maik Reuß

Lachebad

Bürger müssen schneller schwimmen

Endlich wieder Bahnen ziehen: Der Magistrat schlägt Eintrittspreise und Öffnungszeiten für das neue Hallenbad vor. Ein Gebührenkonzept für Vereine soll nachgereicht werden.

Bei dieser klirrenden Kälte, die das Rhein-Main-Gebiet gerade fest im Griff hält, will man gar nicht an einen Schwimmbad-Besuch denken. Eine Magistratsvorlage lenkt den Blick dennoch auf den Frühling – zur Vorbereitung auf die anstehende Badesaison. So sollen noch im März die neuen Preise für die Rüsselsheimer Bäder festgezurrt werden. Zuletzt wurde im Jahr 2012 an der Gebührenschraube gedreht, mit der Inbetriebnahme des neuen Hallenbades An der Lache musste diese Satzung nun überarbeitet werden.

Es ist nicht der erste Versuch einer Neuordnung – Ende vergangenen Jahres wurde bereits über das Thema diskutiert. Das vorgestellte Nutzungskonzept sah damals vor, Vereinen und Institutionen eine Nutzungsgebühr pro Stunde und Bahn in Rechnung zu stellen.

Diese Idee wurde nun zur Seite gestellt. In der Magistratsvorlage heißt es dazu: „Die Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis, dass Benutzungsentgelte für Vereine in der Gebührensatzung zunächst keine Berücksichtigung finden und im Rahmen eines Bäderkonzeptes bearbeitet werden.“

Für Privatpersonen hingegen gibt es weiterhin Grund zur Freude, so hält die neue Satzung an der Preissenkung für private Schwimmer fest. Erwachsene müssen für eine Tageskarte statt 5,40 Euro künftig 4,50 Euro bezahlen. Die Tageskarte für Kinder und Jugendliche wird ebenfalls günstiger. Sie soll nun 2,50 Euro kosten, statt wie bisher 2,70 Euro.

Veränderungen gibt es zudem bei der Stundenkarte: Bislang konnten für das Hallenbad 1,5-Stundenkarten für 2,70 Euro (Erwachsene) und 1,35 Euro (Kinder und Jugendliche) erworben werden. Hier gibt es eine Verschiebung: Künftig werden Besuchern 2-Stundenkarten für 2 Euro (Erwachsene) und 1,50 Euro (Kinder und Jugendliche) angeboten. Begründet wird diese Preisreduzierung unter anderem durch den Wegfall des Erlebnisbereiches mit Rutsche und Whirlpool sowie einem Tarifvergleich mit Bädern aus dem Umkreis. Zudem soll durch die Veränderungen eine Vereinfachung und Übersichtlichkeit der Preise hergestellt werden.

Für die Öffentlichkeit bleibt das Hallenbad montags und donnerstags geschlossen, die Nutzungszeiten für Schulen und Vereine werden hingegen ausgebaut: Die Wochenstundenbilanz des Bades sieht nun 35 Stunden für Schulsport, 32 Stunden für Vereine, 38 Stunden für die Öffentlichkeit und 12,5 Stunden für Frühschwimmer vor.

Die Änderungen der Öffnungszeiten basieren laut Vorlage auf Gesprächen mit Schulen und Vereinen. Dem erweiterten Ganztagsangebot der Schulen sowie dem späteren Trainingsbeginn der Vereine soll mit diesem Wandel Rechnung getragen werden.

Die Nachfrage für Schwimmen in den frühen Morgenstunden soll über das Frühschwimm-Angebot abgedeckt werden: Außer montags und sonntags können Frühaufsteher von 5.30 Uhr bis 8 Uhr ihre Bahnen ziehen.

Ab 8 Uhr belegen die Schulen das Hallenbad, laut einer Mitteilung aus dem Rathaus sind das wöchentlich etwa 1000 Schüler. „Eine öffentliche Nutzung parallel zum Schulbetrieb ist aufgrund dieser hohen Schülerzahlen nicht ratsam und führt zu einer gegenseitigen Beeinträchtigung“, heiß es im vorgestellten Konzept. In den Ferien soll das Schwimmbad für die Öffentlichkeit statt von 15 Uhr bereits von 10 Uhr an geöffnet sein. Ab dem 1. April sollen die Änderungen in Kraft treten – sofern die Stadtverordneten in ihrer kommenden Sitzung der Vorlage zustimmen.

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