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Von außen ist kaum noch etwas vom Brand zu sehen.

Reinigungsarbeiten

Bürgerhaus Astheim weiterhin geschlossen

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Bis der gewohnte Betrieb im Astheimer Bürgerhaus weitergeht, wird es noch eine Weile dauern. Die Vereine müssen sich gedulden.

Zehn Wochen ist es her, dass die Gaststätte am Bürgerhaus in

Astheim völlig ausbrannte. Gegen 3.20 Uhr hatte eine Anwohnerin in der Berliner Straße die Rettungsleitstelle Groß-Gerau alarmiert, weil ihr Rauch aufgefallen war. Feuerwehr und Polizei rückten an, sechs Stunden später stand Restaurant-Betreiber Ivica Jukic vor dem Nichts.

Zäune und rot-weißes Absperrband sicherten am nächsten Morgen das rußgeschwärzte Gebäude. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung konnte die Polizei nicht feststellen, sie geht von einer technischen Ursache aus, beispielsweise einem elektrischen Kurzschluss.

Die benachbarte Sporthalle Astheim bleibt von dem Feuer verschont. Nicht so das angrenzende Bürgerhaus und die Bürgermeister-Jakob-Roos-Halle; sie bleiben genauso wie die Gaststätte weiterhin geschlossen, informiert Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU).

Mit dem Wiederaufbau der Gaststätte kann Familie Jukic noch nicht beginnen. Zwar habe man sämtliche Materialien wie Inventar, Deckenbekleidung, Putz, Türen, die Dämmung von Kühlräumen und den Estrich entfernt, weil sie vom Feuer verkohlt und von den anschließenden Löscharbeiten beschädigt worden waren. Aber die Reinigungsarbeiten seien noch nicht ganz abgeschlossen. „Nach Beendigung der Reinigungsarbeiten werden noch Schadstoff-Messungen durchgeführt“, teilt Sittmann weiter mit.

Auch die Räume, die nicht direkt vom Brand betroffen waren, werden weiterhin geschlossen bleiben. Dazu zählen die Bücherei, die Kegelbahn, die Vereinsräume sowie die Bürgermeister-Jakob-Roos-Halle. Der Grund: Es gibt keinen Strom. Erst muss die Elektrik wieder hergestellt werden.

„In der Bücherei haben sich auch Ruß und andere Schadstoffe abgelagert. Diese müssen ebenfalls beseitigt werden. Erst nach einer negativen Beprobung kann die Bücherei wieder freigegeben werden“, so Sittmann. Die Arbeiten würden von einem Sachverständigen eines beauftragten Architekturbüros überwacht, versichert der Bürgermeister. Die Höhe des Sachschadens werde noch von dem Gutachter der Versicherung ermittelt. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 300 000 Euro.

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