Opel-Altwerk-Besitzer

Bürgerinitiative: Gute Stimmung nach erstem Gespräch

Die neuen Eigentümer des Opel-Altwerks und Mitglieder der Bürgerinitiative lernen sich kennen. Es gibt Gemeinsamkeiten, aber auch Kritik.

Die Beziehung zwischen den neuen Besitzern des alten Opel-Werks und der Bürgerinitiative Pro Opel-Altwerk scheint auf einem guten Weg zu sein. Heinz-Jürgen Krug, Sprecher der BI, nutzt beispielsweise Begriffe wie „optimistisch“, „offene Zuhörer“, „positiver Eindruck“, als er vom ersten nicht-öffentlichen Treffen zwischen den beiden Interessen-Gruppen spricht. Von verhärteten Fronten und unüberbrückbaren Differenzen kann keine Rede sein.

In der vergangenen Woche kam es zu einem ersten Gespräch zwischen den Vertretern beider Parteien, und wie man hört, ist dieses Treffen durchaus harmonisch verlaufen. Positiv sei aus Sicht der Initiative etwa zu vermerken, dass sich die Mehrheitsbesitzer des Gebäudes zu Transparenz und Offenheit für Anregungen bekannten. Man freue sich darüber, dass auch der Denkmalschutz bei den Planungen der Unternehmensgruppe Dünkel eine Rolle spiele.

Kritik äußert die Initiative allerdings über den aus ihrer Sicht „deutlich zu kleinen Wohnanteil“. 15 Prozent Wohnen auf dem Gelände wurde einst von der Stadtverordnetenversammlung als Richtwert angegeben. Die BI unterstreicht ihre Forderung, dass das Werk auch nach dem Umbau ein Mischgebiet sein soll, für die Öffentlichkeit zugänglich. „Die Ansiedelung von Wohnen ist zur Belebung des Areals gewünscht“, lautet eine Äußerung der Initiative. Die geplante Motorworld im Gebäudekomplex stößt auf offene Ohren, doch sagt Krug: „Das allein reicht nicht aus. Für uns ist auch das wichtig, was drumherum geschieht.“

Als großes Problem sehen die BI-Mitglieder auch die zu erwartende Verkehrsbelastung: Diese würde sich laut Initiative deutlich erhöhen, sollte der zunehmende Verkehr zum Altwerksbereich durch die Rüsselsheimer Innenstadt geführt werden. „Da muss eine entsprechende Lösung gefunden werden.“ Initiative und Eigentümer wollen weiterhin im Gespräch bleiben, heißt es. Die BI will nun ihren Forderungskatalog präzise formulieren. Festgehalten werden soll etwa, dass die historischen Bauten erhalten bleiben sollen, eine gemischte Nutzung und öffentliche Zugänglichkeit gewährleistet wird.

Zudem weist Heinz-Jürgen Krug darauf hin, dass man Gespräche mit weiteren potenziellen Nutzern des Werks sprechen wolle, etwa mit dem hessischen Jugendherbergswerk oder der Gewobau. Auch wolle man die Idee eines Industriemuseums noch nicht verwerfen. Und die Forderungen nach studentischem Wohnen solle ebenfalls nicht ad acta gelegt werden.

öffentliche Treffen der BI Pro Opel-Altwerk findet am Donnerstag, 12. April, von 18.30 Uhr an im Infocafé Freiwerk statt. Weitere Infos im Internet unter:

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare