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In luftiger Höhe hängen Wolfgang Schrimpf und Melanie Kast die Sterne an die Decke.

Schwerstarbeit beim Aufbau

Carneval Club rüstet sich für die kommende Kampagne

Ob Sterne in acht Metern Höhe aufhängen oder einen 500-Kilo-Tisch hieven: Beim CCR wird vor der Kampagne richtig geackert.

Roland Gutbrod kriecht auf dem Boden zwischen den Holzplatten und dem von der Decke hängenden Baustahlgerüst. Es ist eng, viel Platz hat er nicht. Dennoch muss er dafür sorgen, dass die Platten passend auf dem Stahlrahmen sitzen, so dass die Löcher für die Schrauben übereinanderliegen.

Der Carneval Club Raunheim (CCR) schraubt den Komiteetisch zusammen, hängt das Bühnenbild auf und dekoriert die Heinrich-Press-Halle für seinen Senatsabend und die drei Sitzungen. Die Helfer – zwölf Frauen und Männer aus dem Komitee – packen mit an, machen das schon seit Jahren und kennen die Handgriffe. Von Routine kann dennoch keine Rede sein.

„Die Halle ist nicht immer beheizt, das Holz verzieht sich, deshalb ist es nicht einfach, die Löcher von Rahmen und Platten übereinanderzulegen“, beschreibt Gertrud Bender eine Schwierigkeit. Die Bodenplatten liegen bereits. Wolfgang Schrimpf prüft mit der Wasserwaage die horizontale und vertikale Ausrichtung der Platten und des Gerüstes. „Es ist alles absolut waagerecht und das ohne Keile“, ist er erstaunt.

Zuvor befestigte er mit Melanie Kast weiße, rote, blaue und gelbe Sterne an der etwa acht Meter hohen Decke. Schwindelfrei muss man da schon sein. Sarina Walloschek hielt unten die Leiter mit beiden Händen, Marion Bonitz reichte fleißig die Sterne nach oben.

Das Stahlgerüst für den Komiteetisch lagert auf der Empore über der Bühne. Die Teile müssen die Helfer einzeln herunterreichen. „Der neun Meter lange Tisch bringt 500 Kilogramm auf die Waage und zählt 120 Einzelteile“, rechnet Sitzungspräsident Bernd Helbig vor. Hinzu kommen noch dreizehneinhalb Meter große Holzplatten für das Bühnenbild. Die Helfer wussten bereits nach dem Auslagern der Einzelteile, was sie geschafft haben, aber das war erst der Anfang.

Der CCR geht mit dem Motto, „Wem’s beim CCR gefällt, macht eine Reise um die Welt“, in Kampagne. Der Spruch findet sich in vielen Details auf dem Bühnenbild wieder, das Heidrun Schrimpf entwarf. Die Weltkugel, Flugzeuge und der Eiffelturm sind nur drei Elemente, die auf eine Plane gedruckt wurden, die an dem Baustahlgerüst befestigt wird.

Steht der Komiteetisch, kann der CCR beruhigt in die Kampagne gehen. Denn das Programm für die drei Sitzungen und den Senatsabend stehen bereits. Die Karnevalsabteilung des Turn- und Sportvereins bestreitet ihr Programm einmal mehr mit eigenen Rednern. In die Bütt steigen die altbewährten Kräfte Sonja Gröber und Roland Gutbrod mit einem Zwiegespräch, Wolfgang Schrimpf, Walter Draisbach sowie Lukas Brym als Redner. Bernd Helbig, der mit seiner Frau Sonja Gröber das Sitzungspräsidentenpaar bildet, blickt als Protokoller auf das Jahr 2017 zurück. Über die Redebeiträge wollte Abteilungssprecherin Ulrike Wietschorke noch nichts verraten.

Die hauseigene Backesgarde mit den Mini-Dancers sowie dem Kinder-, Teenager- und Hofballett tritt auf. Helbig und Wietschorke vergessen auch nicht die Raunheimer Welle, die das Jahr musikalisch Revue passieren lässt, die Dalles-Dänzer, die das Motto vertanzen, und das Musikcorps. Als Gäste sind Heinz Schneider aus Kostheim mit einer Büttenrede, die Meenzer Mädche mit Gesang und die Magic Dancers vom Großen Fastnachtsrat der Siedler 11 auf der Bühne.

Für den Senatsabend wird Senatspräsidentin Sabine Bächle-Scholz erwartet. Bisher konnte der CCR rund 65 Spender gewinnen, die die Kampagne mit ihrem finanziellen Beitrag unterstützen. Helbig und Wietschorke versprechen einen großen Showbeitrag, der aber eine Überraschung für die Senatoren bleiben soll.

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