+
Zeit für ihren wuscheligen Fynn findet Jana Fünkner trotz ihres Engagements in der Politik.

Vorsitzende der Jungen Union Rüsselsheim/Raunheim

CDU-Nachwuchs: Politik macht Jana Fünkner einfach Spaß

  • schließen

Gleich beim ersten Treffen hat sich Jana Fünkner in der Jungen Union gut aufgehoben gefühlt. Jetzt ist sie die Vorsitzende.

Familie ist, wo Leben beginnt und Liebe niemals endet. Dieser Sinnspruch steht an der Wand über dem Esstisch im Haus ihrer Mutter. Keine Frage: Jana Fünkner ist ein Familienmensch. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass es die Oma war, die ihrer Enkelin den letzten Schubs gab, um sich politisch zu engagieren. Seit kurzem ist die Königstädterin Vorsitzende der Jungen Union Rüsselsheim/Raunheim.

An Politik sei sie schon lange interessiert, sagt die junge Frau. Aber irgendwie habe ihr der Mut gefehlt, sich zu engagieren. Dann das Telefonat mit der Großmutter, die der Jugend von heute eine unsichere Zukunft voraussagte, wenn sich nichts ändere. 2015 trat Jana Fünkner in die Junge Union (JU) ein, ein Jahr später in die CDU.

Jana Fünkner wurde christlich erzogen

Warum die CDU, weshalb keine andere Partei? „Das war ziemlich klar“, erklärt sie. Sie sei christlich erzogen worden, lange Messdienerin gewesen. „Das sind einfach meine Werte, die sich in der Partei auch widerspiegeln.“

Jana Fünkner ist in Wiesbaden geboren, ihre gesamte Kindheit hat sie in Königstädten verbracht, wo sie auch zur Schule ging. In der Musikklasse spielte sie Trompete, bei der SKV Nauheim tanzte sie rund zehn Jahre in der Garde.

Das änderte sich mit dem Einstieg ins Berufsleben. Nach dem Realschulabschluss begann sie eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Wiesbaden, danach wurde sie übernommen. Heute ist die 26-Jährige im kommunalen Jobcenter unter anderem für die Belange von Kindern aus einkommensschwachen Familien zuständig.

Auch interessant: Rüsselsheimer Ex-OB Patrick Burghardt wechselt ins Digital-Ressort

Beim ersten JU-Treffen habe sie sich seinerzeit sofort „einfach gut aufgehoben“ gefühlt. Schon 2016 wurde sie Geschäftsführerin, schrieb Protokolle und Einladungen, engagierte sich im Kommunalwahlkampf. Bei der Jungen Union im Kreis ist sie Mitgliederbeauftragte. Derzeit lernt sie im Nachwuchsförderprogramm der Mutterpartei viel über Haushaltsrecht oder Rhetorik.

Als sie von ihrer Vorgängerin Michelle Ripperger, die aus privaten Gründen ein bisschen kürzer treten will, gefragt wurde, ob sie als JU-Vorsitzende kandidieren möchte, zögerte sie nicht. Die Wahl fiel einstimmig auf sie.

49 Mitglieder hat die JU Rüsselsheim/Raunheim derzeit. Aktiv seien davon gerade mal höchstens zehn. „Es ist schwer, junge Leute zu motivieren“, sagt Fünkner. Sie wünscht sich, dass sich viel mehr Auszubildende und Studenten auch in der Jungen Union engagieren.

Adler von Eintracht Frankfurt auf der Waffel

Mitten im Gespräch macht sich Fynn bemerkbar. Der kleine braun-weiß gefleckte Rüde aus der Rasse Bolonka Zwetna will spielen. Doch er muss noch warten, denn jetzt beantwortet Frauchen Fragen zur aktuellen Politik. In Rüsselsheim müssten vor allen Dingen die Finanzen in Ordnung gebracht werden, meint sie.

Auf Bundesebene wünscht sie sich, dass „Annegret Kramp-Karrenbauer eine Chance gegeben wird, damit wieder Ruhe einkehrt“, und für die Europawahl erhofft sie sich eine große Wahlbeteiligung, „damit keine Populisten an die Macht kommen“.

Das Engagement für die Politik empfindet sie nicht als Einschränkung ihres Privatlebens. „Vieles in der politischen Arbeit macht echt Spaß und ist eher wie Freizeit“, sagt sie. Für Freunde und Familie bleibe da immer noch ausreichend Zeit.

Weil Jana Fünkner nicht nur ein Familienmensch, sondern nach eigener Überzeugung auch eine Mannschaftsspielerin ist, baut sie auf die Unterstützung ihrer Vorstandskollegen. Apropos Mannschaft: Da schlägt ihr Fußballherz eindeutig für Eintracht Frankfurt. Sie besitzt sogar ein Waffeleisen, das den Adler auf jedes Exemplar ihrer Lieblingsspeise prägt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare