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Eine Shisha-Bar in Rüsselsheim ist wegen illegalen Betriebs in de Corona-Krise geschlossen worden.

Illegaler Betrieb

Corona-Krise: Shisha-Bar empfängt trotz Verbots Gäste

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Das Ordnungsamt hat eine Shisha-Bar in Rüsselsheim nach illegalem Betrieb in der Corona-Krise geschlossen. 

  • Illegaler Betrieb einer Shisha-Bar in Rüsselsheim – trotz der Corona-Krise*
  • Rund 15 Gäste konnten von der Polizei angetroffen werden
  • Jetzt drohen empfindliche Bußgelder – die Bar wurde geschlossen

Rüsselsheim - An die Tür klopfen, um Eintritt zu erhalten: Eine Shisha-Bar in der Brandenburger Straße in Rüsselsheim (Kreis Groß-Gerau) ist vom Ordnungsamt wegen illegalen Betriebs in der Corona-Krise gesperrt worden. Am späten Freitagabend (01.05.2020) hatten sich die Beamten von Polizei und Ordnungsamt nach einem Zeugenhinweis Zutritt zu der Shisha-Bar verschafft. Da ihnen zunächst kein Einlass gewährt wurde, musste die Polizei laut eigenen Angaben mittels geeignetem Werkzeug die Tür zwangsweise öffnen. 

Illegaler Betrieb einer Shisha-Bar in Rüsselsheim – 15 Gäste trotz Corona-Verbot angetroffen

In der Shisha-Bar hatten sich nach Polizei-Angaben rund 15 Gäste – trotz der Corona-Krise* – zum Rauchen zusammengefunden. Zudem stehe der Verdacht des illegalen Glücksspiels im Raum. Mehrere Gäste sollen hohe Geldbeträge von mehreren Tausend Euro dabei gehabt haben.

Ein Verantwortlicher für die Shisha-Bar gab sich gegenüber der Polizei nicht zu erkennen, diese Funktion konnte aber offensichtlich später dann einer weiblichen Bedienung zugeordnet werden, wie die Polizei mitteilt. 

Corona-Krise: Illegaler Betrieb einer Shisha-Bar in Rüsselsheim – Empfindliche Bußgelder drohen

„Den Betreiber der Shisha-Bar sowie die anwesenden Gäste erwarten nun empfindliche Bußgeldverfahren, wegen der Öffnung eines Betriebes entgegen der vierten Verordnung und Teilnahme an diesen Veranstaltungen“, teilte die Polizei in der Nacht zu Samstag (02.05.2020) mit. Die Gesamtsumme der Bußgeldverfahren dürfte sich nach Angaben der Polizei auf rund 10.000 Euro belaufen.

Der weitere Betrieb der Shisha-Bar in Rüsselsheim wurde untersagt. Die Eingangstür wurde durch das Ordnungsamt versiegelt und der Schlüssel eingezogen.

Von Melanie Gottschalk

Auf dem Zettel am Eingang einer Shisha-Bar in Rüsselsheim findet sich ein kurioser Hinweis: Der Tabak, der dort geraucht wird, sei für die Kunden kostenlos. Zur Kasse gebeten werden diese dafür unter anderem für den Service. Dahinter stecken rechtliche Probleme, die grundsätzliche Fragen aufwerfen*.

Ein Lebensmittelmarkt in Rüsselsheim musste wegen Corona ebenfalls schließen*. Der Betreiber wollte sich nicht an Auflagen halten.

*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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