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Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha lässt sich im Gustavsburger Bürgerhaus als Erster einen Nasenabstrich entnehmen. Foto: Dorothea Ittmann

Ginsheim-Gustavsburg

Corona-Schnelltestzentren eröffnen auf der Mainspitze

  • Dorothea Ittmann
    vonDorothea Ittmann
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Voll automatisiert und im Zehn-Minuten-Takt: Mitarbeiter eines Rüsselsheimer Unternehmens können bis zu 150 Tests am Tag durchführen. Ein Test kostet 59 Euro. Der erste Kunde kam aus dem Rathaus höchstpersönlich.

Wer sich bisher auf das Coronavirus testen lassen wollte, musste weitere Wege in Kauf nehmen, um ein Schnelltestzentrum anzufahren. Das ist ab sofort nicht mehr notwendig. Das Rüsselsheimer Unternehmen Vita 1 medical GmbH, das medizinische Produkte wie Schutzkleidung und Schnelltests vertreibt, hat jetzt drei Testzentren im Kreis Groß-Gerau eröffnet - in den Bügerhäusern in Bischofsheim, Gustavsburg und Walldorf.

Erster Kunde war am Mittwoch Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) im Marmorsaal des Gustavsburger Bürgerhauses. Mit einem Tupfer entnahm eine medizinisch geschulte Person in Schutzanzug den Nasenabstrich. Auf Wunsch des Kunden könne auch ein Rachenabstrich oder kombinierter Nasen- und Rachenabstrich gemacht werden. Der Abstrich in der Nase habe sich jedoch bewährt, so Sebastian Pecher von Vita 1 medical.

Ein Schnelltest kostet 59 Euro. Der Prozess sei voll automatisiert. Über die Internetseite corona-stc.de können sich Kunden anmelden und ihre personenbezogenen Daten hochladen. Dann erhalten sie einen QR-Code, der beim Betreten des Testzentrums im Anmeldebereich eingescannt wird. Über den Code könnten die Testergebnisse sicher zugeordnet und, falls positiv getestet, dem validierenden Arzt und dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Das Ergebnis liege innerhalb von drei Stunden vor und habe eine 98-prozentige Sicherheit, so Pecher.

Durch eine "Einbahnstraße"

Die Infektionsgefahr in den Räumlichkeiten sei gering. Durch den Marmorsaal führt eine "Einbahnstraße" - durch den Eingang an der Hermann-Löns-Allee rein und durch den Hinterausgang auf den Parkplatz wieder raus. "In den Räumen wird stetig die Luft ausgetauscht", sagt Pecher. Jedes der drei Schnelltestzentren im Kreis sei mit drei Mitarbeitern besetzt, die im Zehn-Minuten-Takt bis zu 150 Tests am Tag durchführen könnten. In der Anfangszeit öffnen die Zentren von 9 bis 17 Uhr, diese Zeiten könnten je nach Bedarf aber auch erweitert werden und auf den Samstag ausgeweitet werden, versichert Pecher. Den Marmorsaal im Bürgerhaus hat das Medizin-Unternehmen jedenfalls bis Jahresende von der Stadt Ginsheim-Gustavsburg gemietet. Ob das Testzentrum länger seine Dienste anbietet, sei ebenfalls von der Nachfrage abhängig.

Bürgermeister Puttnins-vonTrotha zeigte sich erfreut darüber, dass das leerstehende Bürgerhaus in Gustavsburg wieder genutzt wird. "Es ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten", pflichtete ihm Vita-1-Geschäftsführer Artur Lemm bei. Eine Einschränkung gebe es aber: Vita 1 medical teste keine Kleinkinder. Wer unter 18 Jahre alt ist, brauche das Einverständnis seiner Eltern.

"Mit unserem Angebot wollen wir die Lage etwas entspannen", sagt Pecher mit Blick auf lange Warteschlangen vor Testzentren. "Wer verreisen oder Verwandte über Weihnachten besuchen möchte, kann sich hier testen lassen." dir

Weitere Informationen

Eine Registrierung bei den Corona-Schnelltestzentren von Vita 1 medical ist im Internet unter www.corona-stc.de möglich.

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