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Treue TSV-Mitglieder: Der Verein ehrt langjährige Sportler.

Turn- und Sportverein (TSV)

Damit die Meinungsvielfalt gesichert ist

Im vergangenen Jahr stellte der Turn- und Sportverein mit der Wahl von Manuela Binder zur neuen Vorsitzenden die Weichen. Jetzt geht der Verein mit einer neuen Satzung in die Zukunft.

Nach der Wahl von Manuela Binder zur neuen Vorsitzenden machte der neue Vorstand des Turn- und Sportvereins (TSV) im vergangenen Jahr Nägel mit Köpfen und überarbeitete die Satzung. Der elementare Teil ist die Aufnahme der Abteilungsleiter in den ergänzenden Vorstand des Vereins. Die Abteilungsleitungen nehmen damit an den Vorstandssitzungen teil.

Die einjährige Versuchsphase ist abgelaufen. Der Vorstand begrüße die neue Vereinsstruktur, wenn auch nicht alle rückhaltlos dahinter stünden, berichtete Manuela Binder. „Ich sehe darin eine Bereicherung“, sagte die Vorsitzende. Es sei viel positive Arbeit geleistet worden.

Dennoch stellten Mitglieder die Frage, warum die Aufnahme der Abteilungsleiter in den ergänzenden Vorstand in der Satzung manifestiert werde müsse. Der Verein sei mit der Aufnahme der Abteilungsleiter breiter aufgestellt, erklärte Manuela Binder. Außerdem könnte es durchaus der Fall sein, dass sich der Vorstand aus den Mitgliedern einer oder weniger Abteilungen rekrutiere. Mit der Aufnahme der Abteilungsleiter sei die Meinungsvielfalt gesichert.

Daniela Bonn-Lösch, bis vor wenigen Wochen noch die Leiterin der Tanzsportabteilung, unterstrich, dass das Verständnis der Abteilungsleiter für den Verein mit der Mitarbeit größer werde. „Innerhalb eines Jahres ist man ein Verein geworden“, betonte sie.

Der zweite Vorsitzende Bernd Wehling sprach zwar wegen der großen Teilnehmerzahl von mitunter recht zeitaufwendigen Vorstandssitzungen. Die Sitzungsdauer werde sich aber mit der Zeit einspielen. Sportkoordinator Dieter Fuchs räumte ein, „hin- und hergerissen“ zu sein.

Vor vielen Jahren seien die Abteilungsleiter aus dem Vorstand herausgenommen worden. Er machte allerdings auch deutlich, dass der Verein heute gar keinen Vorstand hätte, wenn nicht im vergangenen Jahr die Entscheidung für die Mitarbeiter der Abteilungsleiter getroffen worden wäre. Zudem würde die Vorstandsarbeit mit diesem System mehr Transparenz erfahren.

Karsten Friedrich, der Abteilungsleiter der Highländer, stellte die übrigen wichtigen Änderungen der Satzung vor. Beispielsweise verzichtet der Verein im Text für die bessere Lesbarkeit auf die weibliche Form, die männliche Form sei aber geschlechtsunabhängig zu verstehen. Mitglieder sind nicht mehr erst stimmberechtigt, wenn sie vor Jahresbeginn das 16. Lebensjahr vollendet haben, sondern wenn sie am Stichtag der Versammlung 16 Jahre alt sind.

Auf einen Sport- und Jugendausschuss verzichtet der TSV in Zukunft. Ein Jugendwart hätte in den vergangenen Jahren mangels Kandidaten nicht gewählt werden können. Ein Sportausschuss werde nicht mehr benötigt, weil die Abteilungsleiter in den Vorstand integriert werden.

Mit der Satzungsänderung wollte der Vorstand auch die Beitragsordnung neu festsetzen. Manuela Binder betonte, dass die Gebühren damit nicht erhöht werden. Die Versammlung beschloss die Satzungsänderung mit vier Enthaltungen. Der Beitragsordnung stimmten alle 67 Anwesenden zu.

Der TSV zählt derzeit 946 Mitglieder. 40 Prozent von ihnen sind unter 21 Jahre. Der TSV leiste deshalb einen wichtige sozialen Beitrag. Zwei Drittel der Übungsleiter sind Studenten und Mütter, was eine weitere soziale Komponente sei. Ein Drittel der Übungsleiter widme sich den Senioren und der allgemeinen Fitness. „Auch das ist ein wichtiger gesellschaftlicher Aspekt“, so die Vorsitzende. Die Beitragserhöhung aus dem vergangenen Jahr habe sich bereits bemerkbar gemacht, so Kassiererin Margitta Huber. Der Verein erwirtschaftete einen Überschuss von 44 000 Euro. Der Anteil der Mitgliedergebühren an den Einnahmen liegt bei 53 Prozent.

In der Versammlung ehrte Manuela Binder langjährige Mitglieder: Lucas Brym, Herbert Kreim, Ulrike Wietschorke (alle 15 Jahre), Kathrin Brust, Ilka Hartmann, Ilona Jäger, Hildegard Kreim, Ulrike Simon (25 Jahre), Bruno Siepchen, Angelo Pellilli, Bernd Meißner, Max Majewski, Marion Juratsch, Margitta Huber, Maria Haberzettl, Thomas Haberzettl, Winfried Barth (alle 40 Jahre), Armin Kleditz und Rita Tietz (beide 60 Jahre). rko

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