Hotel-Manager Sasa Jovanovic steht an dem Kaffeeautomaten im Brauhaus-Bistro, das zur Mainstraße hin geöffnet werden und kleine Speisen auch mittags anbieten soll. FOTO: olaf kern
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Hotel-Manager Sasa Jovanovic steht an dem Kaffeeautomaten im Brauhaus-Bistro, das zur Mainstraße hin geöffnet werden und kleine Speisen auch mittags anbieten soll.

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Der neue Manager packt mit an

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Das MK Hotel am Main hat eine neue Führung und große Ziele

Rüsselsheim -"Wir wollen die Nummer eins in Rüsselsheim werden. Und das sagen wir auch ganz laut", sagt Sasa Jovanovic. Seit 1. August ist das MK Hotel in der Mainstraße unter seiner Führung. Und in den vergangenen zwei Wochen hat sich bereits an seiner neuen Wirkungsstätte einiges getan, das eine Neujustierung des Hauses in bester Rüsselsheimer Lage unterstreichen soll. Auf der Terrasse mit Blick auf den Main stehen neue Möbel. Eine Lounge-Ecke mit einem Stück Rasen ist dazugekommen. Drinnen ist ein Bau- und Renovierungs-Team durch die 116 Zimmer gezogen und hat ausgebessert, wo es nötig war. Und die Leitung des Lokals mit Brauerei unter dem Namen "Rüsselsheim Bräu" hat man auch gleich übernommen.

Hinter den Plänen steckt die Entscheidung der Eigentümer der MK-Hotelkette, das Vier-Sterne-Haus künftig in Eigenregie zu führen. Zuvor war die Herberge seit Eröffnung im Jahr 2017 von einer Betreibergesellschaft gemanagt worden.

Die Wurzeln des Unternehmens, das zur Lindner Group aus der Braubranche gehört, führen nach Mariakirchen bei Arnstorf in Niederbayern. Mariakirchen war namensgebend für die Hotelkette. Hier ist das erste Hotel einst eröffnet worden, und in Arnstorf sitzen die Geschäftsführer der Unternehmenssparte, Johanna Lindner-Sonderfeld und Ehemann Arno Sonderfeld, der mittlerweile alle vier bis sechs Wochen persönlich in Rüsselsheim vorbei kommt.

Speisen im Brauhaus-Stil

Mit der Übernahme verbinden sich viele neue Ideen, die man in den nächsten Wochen und Monaten umsetzen möchte. Der frische Wind soll vor allem in das Gastronomie-Angebot gebracht werden. Noch ist die Karte im Brauhaus Corona-bedingt etwas kleiner gehalten, und man sucht nach einem Küchenchef.

Aber an der grundsätzlichen Ausrichtung will man festhalten: Die Speisen sollen dem Brauhaus-Stil treu bleiben, modern interpretiert und mit viel Anspruch an die Qualität der Lebensmittel, wie der 31-jährige Sasa Jovanovic betont, der gebürtiger Frankfurter ist und bereits als Leitender Angestellter in Hotels in Frankfurt und Wiesbaden tätig war. Dazu gehöre auch der Einkauf von Fleisch und Gemüse aus der Region. Derzeit sei man auf der Suche nach Anbietern in der Umgebung, die entsprechende Mengen für einen Hotelbetrieb dieser Größe liefern können.

Vor allem sollen aber neben den Hotelgästen, die zur Hälfte aus Geschäftsreisenden und zur anderen Hälfte aus Touristen bestehen, die Rüsselsheimer Bürger ins MK Hotel gelockt werden. "Wir wollen der Stadt etwas Gutes tun", sagt Jovanovic und denkt an einen kleinen Weihnachtsmarkt auf der Terrasse hinterm Haus oder an den mobilen Bierstand von "Rüsselsheim Bräu", der immer auf Festen in der Stadt aufgestellt werden soll.

Das MK Hotel, das unter Einhaltung aller Auflagen auch während der Corona-Zeit immer geöffnet hatte, will laut Jovanovic auch das erste Haus am Platze für Rüsselsheimer und alle anderen Menschen in der Region sein, die eine Adresse für Hochzeiten und private Feiern suchen.

Bistro mit Selbstbedienung

Zudem soll möglichst bald ein Bistro mit Selbstbedienung zur Mainstraße hin gegenüber dem "Rind" seine Türen öffnen. Der neue Manager plant Tische und Stühle hier auf dem Gehweg an der Hausseite aufzustellen. Kleine Speisen wie Bowls oder Suppen und Sandwiches, dazu hochwertigen Kaffee, möglichst von einem Barista zubereitet, sowie natürlich kalte Getränke sollen angeboten werden, auch mittags. Nebenan bleibe Brauer Peter Freund als Herr der Sudkessel natürlich erhalten. Geblieben sind ebenfalls die zwei Strandkörbe auf der Hotelterrasse - mit dem besten Blick auf den Main. olaf kern

Blick in eine der Suiten, die noch eine separate Außenterrasse bekommen soll.
Rustikal, aber schick: Der Charakter des Brauhauses soll erhalten bleiben.

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