Bürgermeister Dennis Grieser, Baustadtrat Nils Kraft, Schulleiter Jens-Peter Krämer und Architekt Tom Nieper (von links) haben am gestrigen Mittwoch den Grundstein für das Neubauprojekt der Sophie-Opel-Schule gelegt. FOTO: ralph keim
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Bürgermeister Dennis Grieser, Baustadtrat Nils Kraft, Schulleiter Jens-Peter Krämer und Architekt Tom Nieper (von links) haben am gestrigen Mittwoch den Grundstein für das Neubauprojekt der Sophie-Opel-Schule gelegt.

Bauen

Die letzte Lücke schließt sich

Grundsteinlegung für das Ganztagsgebäude der Sophie-Opel-Schule

Rüsselsheim -Es ist ein schöner Brauch, bei großen und bedeutenden Bauprojekten zu Beginn der Arbeiten symbolisch den Grundstein zu legen. Dazu wird - meist im Fundament oder auch in der Mauer - für die Archäologen einer fernen Zukunft eine sogenannte "Zeitkapsel" versenkt.

Beim Neubau der Sophie-Opel-Schule wurde das zu Beginn der Bauarbeiten versäumt, gestern jedoch nachgeholt. Die längliche Edelstahlröhre beinhaltet unter anderem aktuelle Tageszeitungen und Informationen zur Schule.

Baustadtrat Nils Kraft (SPD), Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne), Schulleiter Jens-Peter Krämer und Architekt Tom Nieper nutzten am Mittwochvormittag den symbolischen Akt in erster Linie dafür, auf die Bedeutung des in Gänze rund 48 Millionen Euro teuren Projektes hinzuweisen.

"Wir stehen hier auf den Fundamenten des künftigen Ganztagsgebäudes der kooperativen Gesamtschule", erläuterte Nieper. Der Bau wird einmal die Mensa mit Küche, die Aula und die Schulbibliothek beherbergen. "In dieser Mensa werden im nächsten Schuljahr dann täglich 600 Speisen ausgegeben", ergänzte Bürgermeister Grieser, der auch als Schuldezernent amtiert.

Anfängliche Skepsis

Grieser erinnerte daran, dass der Plan für einen Schulneubau zunächst auf Skepsis gestoßen sei. "Es hieß, geplant werde viel, gebaut aber wenig." Diese Skepsis habe sich im Falle der Sophie-Opel-Schule als fehl am Platz erwiesen. "Denn der politische Wille war eindeutig gegeben." Allerdings stelle das Projekt eine Herkulesaufgabe dar, führte der Schuldezernent weiter aus. Der Neubau sei aktuell das größte Schulbauprojekt in der Stadt.

Schulleiter Jens-Peter Krämer war anzusehen, wie sehr er sich über den Baufortschritt freute. "Seit etlichen Jahren müssen wir mit Zwischenlösungen leben, was wir aber immer gut hinbekommen haben." Aber noch immer klaffe eine Lücke, die allerdings mit der Schulbibliothek und der Mensa, die gleichzeitig als Aula dienen wird, geschlossen werde.

Fehler bei der Planung

Kein Thema waren bei der Grundsteinlegung, die im Regen über die Bühne ging, die nicht unerheblichen Kostensteigerungen, nicht nur für die Sophie-Opel-Schule, sondern auch für den Ergänzungsbau und die Sanierung der Alexander-von-Humboldt-Schule, was mit insgesamt 11,5 Millionen Euro zubuche schlägt.

Bei der Sophie-Opel-Schule hatte sich herausgestellt, dass der Fachplaner die Kosten für die gesamten Elektrorohre und Zuleitungskabel im Außenbereich sowie die Nachtauskühlung in Gesamthöhe von rund 750 000 Euro nicht budgetiert hatte.

Unvorhergesehene Schwierigkeiten gab es auch beim gleichzeitig zu sanierenden denkmalgeschützten Bestandsgebäude, unter anderem, was die Statik der Decke und den Untergrund anbetrifft.

Als sogenannte Kooperative Gesamtschule bietet die Sophie-Opel-Schule Hauptschule, Realschule und Gymnasium unter einem Dach an. Die Entscheidung, welchen Zweig der Schüler einschlägt, fällt allerdings erst zum Ende der sechsten Klasse. Die ersten beiden Jahre gibt es keine Differenzierung. ralph keim

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