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Die Stadt braucht mehr Kitas. Selbst errichten müssen die Kinder die zum Glück nicht, auch wenn manch einer sich im Sandkasten schon mal als Baumeister übt.

Kurzfristig geplant

An diesen Standorten sollen Kitas gebaut werden

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Ostpark, Lachebad, Dürer-Schule – das sind die Standorte, an denen schon bald neue Kindertagesstätten stehen könnten. Weitere Optionen sollen geprüft werden. Der Bauausschuss hat dafür bereits grünes Licht gegeben. Der Kita-Stadtelternbeirat zeigt sich zufrieden.

Weil die Rüsselsheimer Bevölkerung wächst, wird auch der Bedarf nach Kita-Plätzen immer höher. Deshalb sollen in der Stadt kurzfristig drei neue Einrichtungen mit jeweils Platz für sechs Gruppen gebaut werden. Und zwar auf dem ehemaligen Sportgelände des SC Opel am Ostpark, auf dem Bolzplatz der Albrecht-Dürer-Schule in der Feuerbachstraße und am alten Lachebad, das gerade in der Hans-Sachs-Straße abgerissen wird.

Statt für eine Kindertagesstätte (Kita) direkt am Hallenbad setzte sich die WsR in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses mit einem Änderungsantrag dafür ein, den Standort auf einen nahe gelegenen Parkplatz am Rugbyring zu verlegen. Nachdem jedoch von verschiedener Seite Bedenken wegen der Abgase von der Straße geäußert wurden, denen die Kinder dann ausgesetzt wären, verabschiedete der Ausschuss geschlossen, inklusive WsR, die ursprüngliche Magistratsvorlage.

Baudezernent Nils Kraft (SPD) dürfte darüber erleichtert gewesen sein. In der vorangegangenen Debatte hatte er zu bedenken gegeben, dass die Kosten für die Kita auf dem Gelände des alten Lachebads deutlich geringer ausfielen als auf dem Parkplatz nebenan. „Die Baugrube ist schon da“, betonte er. Für die Standorte Dürer-Schule und ehemaliges SC-Opel-Gelände gab der Ausschuss ebenso grünes Licht.

Ferner sprach man sich dafür aus, einen Prüfauftrag für den Bau einer vier- bis sechsgruppigen Kita an der Ecke Siedlerplatz / Reinhard-Strecker-Straße zu erteilen. Der Standort eigne sich grundsätzlich gut für eine Kita und wäre kurzfristig planungsrechtlich zulässig.

Allerdings nimmt dort zurzeit noch der Interimsbau der Sophie-Opel-Schule Platz in Anspruch. Das Bringen und Abholen der Kinder gestalte sich in der Reinhard-Strecker-Straße schwierig. Wenn die Opel-Schule fertiggestellt ist, müsse deshalb geschaut werden, ob sich dort angesichts der Verkehrssituation eine weitere Einrichtung unterbringen lässt.

In der Berliner Straße will der Magistrat mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (Gewobau) über einen geeigneten Standort für den Bau einer Kita verhandeln. Im Gespräch sind das Gelände der Gewobau, Ecke Essener Straße, oder die Ecke Bonner Straße.

In der Amselstraße soll geprüft werden, ob dort eine größere Kita entstehen kann. Bisher verfügt die Einrichtung in der Straße über vier Gruppen. Mit der Nutzung eines benachbarten städtischen Grundstücks könnte dort auch eine Kita mit sechs Gruppen entstehen. Dafür soll nun das Planungsrecht geschaffen werden.

In der Arbeitsgruppe für die Suche nach den neuen Kita-Standorten engagierte sich auch der Kita-Stadtelternbeirat. Die Vorsitzende Corinna Arndt begrüßte die einstimmige Entscheidung des Ausschusses. „Wir sind erst einmal zufrieden“, sagte sie. Bedauerlich sei jedoch, dass der Standort Ecke Lucas-Cranach-Straße / Waldweg nicht mehr berücksichtigt werde. Was den Standort Amselstraße angeht, gelte es zu vermeiden, dass dort zwei Kitas nebeneinander stehen. In jedem Fall sei sie gespannt, wie schnell sich die Pläne umsetzen lassen. „Wir wollen den Kita-Ausbau vorantreiben, damit die Eltern nicht zu Hause bleiben müssen“, machte sie deutlich.

Das deckt sich mit dem Ziel der Stadt, für jedes Kind in Rüsselsheim einen Betreuungsplatz zur Verfügung stellen zu können. Mit der Umsetzung der Magistratsvorlage wäre ein großer Schritt in diese Richtung getan.

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